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Mehmet Scholl trainiert seit Ende April den FC Bayern II © getty

Wehen Wiesbaden holt in München einen Punkt. Sandhausen schnappt sich nach einem Sieg über Regensburg die Tabellenführung.

München - Der FC Bayern II ist am Sonntag in der Dritten Liga gegen Wehen Wiesbaden nicht über Remis hinausgekommen.

Weder den Münchnern noch dem Zweitliga-Absteiger gelang im Grünwalder Stadion ein Tor.

"Wir sind im Auftreten viel, viel zu brav, uns fehlt der Killerinstinkt", bemängelt FCB-II-Trainer Mehmet Scholl nach der Partie.

Die Münchner sind nun Tabellen-14. (DATENCENTER: Dritte Liga)

Auch Traditionsklub Dynamo Dresden kommt nicht in Fahrt.

Die Sachsen verloren das Kellerduell bei Borussia Dortmund II 0:1.

Für die Borussia war Marcus Piossek (74.) erfolgreich.

Trainer Dais dämpft Euphorie

Derweil bejubelt der SV Sandhausen nach einem 2:1 im Spitzenspiel gegen Jahn Regensburg die Tabellenführung.

In der kleinsten Gemeinde der Liga träumen Fans und Spieler vom Aufstieg, nur der Trainer bremst die Euphorie.

"Über die Meisterschaft reden wir nicht. Unser Ziel ist der vierte Platz, und da sind wir auf einem guten Weg", sagte Gerd Dais.

Diese Platzierung würde bekanntlich nicht zum Aufstieg in die Zweite Liga berechtigen.

Joker Sebastian Fischer drehte das Spiel mit seinen zwei Treffern (81./90.+4) in der Schlussphase im Alleingang, nachdem der gestürzte Spitzenreiter Regensburg durch ein Tor von Jürgen Schmid (24.) lange geführt hatte.

Sandhausen: "Müssen uns nicht verstecken"

"Wenn man siegen möchte, muss man 90 Minuten lang Gas geben. Unsere Mannschaft braucht sich vor keinem zu verstecken", äußerte Manager Tobias Gebert.

Mit 17 Punkten liegt der SVS dank der besseren Tordifferenz vor dem SSV Jahn.

Neben Regensburg kassierte auch die SpVgg Unterhaching die erste Saisonniederlage.

Haching geht unter

Ausgerechnet im Verfolgerduell bei Wacker Burghausen war der Münchner Vorortklub beim 0:3 chancenlos.

Wacker leistete dabei eindrucksvoll Wiedergutmachung für die 0:6-Niederlage unter der Woche in Ingolstadt.

"Wir haben um jeden Quadratzentimeter gekämpft", sagte Teammanager Jürgen Press. Trotz Platz drei will er vom Aufstieg nichts wissen: "Wir haben 16 Punkte für den Klassenerhalt."

Jena hält Anschluss

Während Haching auf Platz sechs abrutschte, rückte Carl Zeiss Jena durch das 1:0 bei Aufsteiger Holstein Kiel auf Platz vier vor und stellte den Anschluss zu den Aufstiegsplätzen wieder her.

Zwischen den Thüringern und Haching schob sich Absteiger VfL Osnabrück. Die Niedersachsen drehten einen 0:2-Rückstand gegen den Neuling 1. FC Heidenheim noch zu einem 3:2.

Braunschweig schafft die Wende

Beim Traditionsklub Eintracht Braunschweig herrschte ebenfalls Erleichterung.

Nach drei Niederlagen in Folge kehrte das Team von Trainer Torsten Lieberknecht durch ein 2:1 gegen den FC Ingolstadt in die Erfolgsspur zurück. "Wir sind kämpferisch an die Grenze gegangen und haben verdient gewonnen", sagte Lieberknecht.

Erzgebirge Aue arbeitete sich durch ein 1:0 gegen den VfB Stuttgart II weiter nach oben und ist bereits Neunter.

Am Freitag hatte sich Rot-Weiß Erfurt durch ein 1:0 gegen das Schlusslicht Wuppertaler SV in der Tabelle nach vorne geschoben.

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