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Mehmet Scholl übernahm vor dieser Saison das Traineramt bei den kleinen Bayern © getty

Der Trainer von Bayern II ist nach der schwachen Vorstellung in Erfurt äußerst enttäuscht. Dresden entlässt Trainer Kaiser.

Leipzig - Mehmet Scholl stellt seine Zukunft bei Bayern München II nach der vierten Pleite in Folge infrage, bei Dynamo Dresden wurde Trainer Ruud Kaiser vor die Tür gesetzt.

Auch am 12. Spieltag der 3. Liga hatte Scholl nach dem 0:2 bei Rot-Weiß Erfurt keinen Grund zum Jubel, Dresden verlor ebenfalls 0:2 bei Werder Bremen II.

Dagegen kletterte Wacker Burghausen dank der Schützenhilfe von Kickers Offenbach und Erzgebirge Aue auf Platz eins.

Scholl ist bitter enttäuscht

"Da kann man nicht von Pech sprechen. Da fehlt es an Qualität. Für viele reicht es nicht für die 3. Liga. Vielleicht auch nicht für den Trainer", sagte der bitter enttäuschte Scholl der "Bild am Sonntag".

Mit einer ganz schwachen Leistung hatte sein Team erneut das Nachsehen, die Niederlage hielt sich nur durch die schlechte Chancenverwertung der Thüringer im Rahmen.

Lediglich Tino Semmer (29.) und Thiago Rockenbach (82.) trafen. (DATENCENTER: Die Dritte Liga)

Der 36-malige Nationalspieler war in der vergangenen Saison als Trainer der kleinen Bayern für die letzten fünf Spiele eingesprungen, weil Hermann Gerland als Co-Trainer des damaligen Chefs Jupp Heynckes fungierte.

Zu Saisonbeginn hatte Scholl den Posten hauptamtlich übernommen.

Kein Erfolg trotz Verstärkung aus dem Profiteam

Trotz gelegentlicher Verstärkung aus dem Profiteam - Luca Toni, Christian Lell oder Alexander Baumjohann gaben sich unter anderem die Ehre - läuft es bei Scholls Buben in dieser Spielzeit nicht rund.

Erst am 6. Spieltag gelang durch ein 3:1 gegen den Wuppertaler SV ein Sieg, in der Tabelle ist lediglich der Klub aus dem Bergischen Land schlechter positioniert.

Dresden feuert Trainer

Dresden rangiert nach dem 0:2 bei Werder Bremen II nur einen Platz über Scholls Truppe.

Nach der insgesamt sechsten Niederlage, die Torsten Oehrl (20./47. Fouelelfmeter) im Alleingang besiegelte, entschied sich der Traditionsverein für einen Trainerwechsel und setzte Trainer Kaiser vor die Tür.

Das teilte der Verein am Sonntag mit. Bis auf Weiteres trainiert der frühere Dynamo-Profi Matthias Mauksch, eigentlich für die zweite Mannschaft verantwortlich, den Drittligisten.

Keine Entwicklung unter Kaiser

"Es ist ein Schritt, der uns menschlich sehr schwer fällt, für den es aber sportlich keine Alternative gibt", sagte Geschäftsführer Stefan Bohne:

"Die Mannschaft hat sich im Vergleich zur Hinrunde der vergangenen Saison, als wir in einer ähnlichen Situation waren, nicht weiterentwickelt. Dadurch sind unsere sportlichen Ziele in weite Ferne und gar der Erhalt der 3. Liga in Gefahr geraten."

Eitel Sonnenschein herrscht dagegen beim neuen Tabellenführer Wacker Burghausen (23 Punkte).

Die Bayern besiegten Schlusslicht Wuppertal durch ein spätes Tor von Patrick Wolf (70.) 1:0 und profitierten von den Patzern der Konkurrenz.

Aue stürzt Regensburg

Erzgebirge Aue stürzte den bisherigen Spitzenreiter Jahn Regensburg durch ein 3:1 und liegt mit 21 Zählern punktgleich hinter dem SSV Jahn auf Platz vier.

Den zweiten sicheren Aufstiegsplatz haben die Kickers aus Offenbach dank der besseren Tordifferenz gegenüber Aue und Regensburg inne.

Die Hessen feierten mit dem 4:0 gegen Carl Zeiss Jena ihren höchsten Saisonsieg. "Unsere Abwehr stand hervorragend und vorne waren wir einfach sehr effizient", sagte OFC-Trainer Hans-Jürgen Boysen.

Sandhausen fällt zurück

Der VfL Osnabrück siegte 3:1 gegen den SV Sandhausen, der von der Regensburger Niederlage somit nicht profitieren konnte und vom zweiten auf den fünften Platz zurückfiel.

Direkt dahinter rangiert der FC Ingolstadt, der sich im bayrischen Duell mit der SpVgg Unterhaching mit einem glücklichen 2:2 begnügen musste.

Eintracht Braunschweig verpasste durch ein 1:1 gegen Neuling 1. FC Heidenheim einen großen Sprung nach vorn.

Der SV Wehen Wiesbaden kam bei der zweiten Vertretung von Borussia Dortmund nicht über ein 1:1 hinaus und steckt weiterhin im Mittelfeld fest.

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