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Unter Mehmet Scholl gewann der FC Bayern II diese Saison erst zwei Spiele © imago

Sind die Tage des ehemaligen Fan-Lieblings als Trainer des FC Bayern II bereits gezählt? Der Jugendleiter spart nicht mit Kritik.

München - Mehmet Scholl gerät als Trainer der zweiten Mannschaft des Fußball-Rekordmeisters Bayern München zunehmend unter Druck.

Der Ex-Nationalspieler muss nach den schwachen Leistungen seiner Elf in der Dritten Liga zum Rapport antreten.

"Der Scholl muss jetzt gewinnen. So kann es nicht weitergehen. Wir dürfen nicht absteigen. Wir werden uns in den kommenden Tagen unterhalten", sagte Jugendleiter Werner Kern "Spox.com".

"Dieses Wochenende ist spielfrei, und durch die Nationalmannschaftspause haben Uli Hoeneß und Christian Nerlinger etwas Zeit. Wir werden alles in vernünftiger Art und Weise besprechen und diskutieren", führte er aus.

Zu viel Rotation

Kern sparte nicht mit Kritik am Nachfolger des langjährigen Nachwuchs-Trainers Hermann Gerland: "Scholl lässt zuviel rotieren. In der Aufstellung wird viel gewechselt. Wir brauchen

Kontinuität. Das Wichtigste ist, dass Mehmet Scholl weiß, was seine beste Mannschaft ist, und diese auch spielen lässt - auch wenn es mal nicht so gut läuft."

Das Problem der Mannschaft sei, dass in jedem Spiel "brutal viele individuelle Fehler" gemacht würden. Das sei eine Sache, um die sich "Mehmet Scholl kümmern muss".

Scholls Anspielung, dass er an Rücktritt denke, nimmt Kern dagegen nicht ernst. Das habe Scholl auf Anfrage relativiert: "Er sagte mir, dass es nur eine ganz kleine Replik und nicht so gemeint war."

Abstieg wäre eine Katastrophe

Die Bayern-Reserve rangiert nach nur zwei Siegen aus zwölf Spielen auf dem vorletzten Tabellenplatz der 3. Liga (DATENCENTER: Die Dritte Liga).

Einen möglichen Abstieg in die Regionalliga bezeichnete Kern als "Katastrophe". Der FC Bayern habe eine so gute Ausbildung und so gute Spieler, "denen wir nicht zumuten können, in der Regionalliga zu spielen".

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