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Offenbachs neuer Sportdirektor Andreas Möller hat einiges an Arbeit vor sich © getty

Die neugeschaffene eingleisige Dritte Liga steht in den Startlöchern. Am 25. Juli findet das Eröffnungsspiel zwischen Rot-Weiss Erfurt und Dynamo Dresden statt.

München - In der neuen Klasse wimmelt es nur so vor Vereinen mit großer fußballerischer Vergangenheit. Im zweiten Teil stellt Sport1.de fünf weitere Traditionsklubs vor.

Dynamo Dresden

Viel zu tun hatten in den vergangenen Wochen die Verantwortlichen von Dynamo. Für Sportdirektor Ralf Minge und Trainer Ruud Kaiser galt es, für die neue Dritte Liga eine schlagkräftige Mannschaft zusammenzustellen.

Minge und Kaiser müssen dabei extrem auf den Geldbeutel der Sachsen achten. Der Etat der Sachsen wurde um 500.00 Euro im Vergleich zur Vorsaison gekürzt. Von Personal, das zu teuer war (Penksa und David) trennte man sich. Lars Jungnickel und Ronny Nikol bleiben zu reduzierten Bezügen den Schwarz-Gelben treu.

Für das Mittelfeld wurde der ehemalige Jugendspieler von Bayern München, Aleksandro Petrovic, verpflichtet. Nun soll nur noch ein Innenverteidiger ins Rudolf-Harbig-Stadion wechseln.

Fortuna Düsseldorf

Im Aufstiegsrennen für die Zweite Liga zog die Fortuna am letzten Spieltag den Kürzeren und bleibt demnach drittklassig.

In der neuen Saison soll daher der Aufstieg ins Visier genommen werden. Der Kader bleibt weitestgehend zusammen und wurde mit Stephan Sieger und Deniz Kadah punktuell verstärkt.

Weitere Verpflichtungen sieht Manager Wolf Werner trotz des relativ kleinen Kaders mit 22 Spielern noch nicht: "Der Markt gestaltet sich schwierig, vor allem wegen unseren geringen finanziellen Möglichkeiten", so Wolf.

Rot-Weiß Erfurt

Neun Zugänge und zehn Abgänge stehen bis jetzt bei Rot-Weiß Erfurt zu Buche. Vor allem auf den aus Aue zurückgekehrten Norman Loose ruhen die Hoffnungen im Steigerwaldstadion.

Er soll der Abwehr Stabilität verleihen. Weiterer bekannter Neuzugang ist Massimo Cannizzaro von der HSV-Reserve.

Schwer könnte der Verlust von Daniel Brückner wiegen, der sich nach 11 Toren und 15 Vorlagen für Erfurt in Richtung Zweitligist SpVgg Greuther Fürth verabschiedet hat.

Ein Highlight für RWE wird schon vor dem Ligastart stattfinden. Im DFB-Pokal trifft die Baumann-Elf in der ersten Runde auf den Deutschen Meister Bayern München.

FC Carl Zeiss Jena

Höhen und Tiefen gab es in der Saison 2007/2008 für Carl Zeiss Jena. Höhen im DFB-Pokal mit dem Erreichen des Halbfinales, Tiefen mit dem Abstieg in die Dritte Liga.

Die Mannschaft für die kommende Saison ist komplett umgekrempelt worden. 20 Spieler verließen Jena und neun wurden neu verpflichtet. Darüber hinaus stießen sechs Spieler aus dem eigenen Nachwuchs zum Profikader.

Trotz dieses Umbaus lautet die Devise "Wiederaufstieg". Defensiv und offensiv konnten die Jenaer die Abgänge namhaft kompensieren. Carsten Nulle, Carsten Sträßer und Andre Schembri bürgen für Qualität. Allerdings konnte für den zum VfB Stuttgart verkauften Spielgestalter Jan Simak kein Ersatz gefunden werden.

Kickers Offenbach

Ein katastrophaler Leistungseinbruch zum Ende der vergangenen Saison ließ die Kickers plötzlich in den Abstiegsstrudel gelangen, aus dem sie sich nicht befreien konnten.

Auch am Bieberer Berg hat das Personalkarussell volle Fahrt aufgenommen. 22 Akteure verließen den Klub, während 15 neue Spieler unter Vertrag genommen wurden. Unter ihnen auch Publikumsliebling Suat Türker, der sich dem SC Freiburg anschließt.

Trainer Hans-Jürgen Boysen begrüßte beim Trainingsauftakt 19 Spieler, unter ihnen lediglich zwei Stürmer. Auf dieser Position wird der neue Sportdirektor Andreas Möller noch nachbessern müssen.

Ein Ziel für Offenbach formulierte Möller vorsichtig: "Wir müssen schauen, dass sich die Mannschaft als Einheit findet". Saisonziel sei deshalb die Etablierung in der Dritten Liga.

Benjamin Bauer

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