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Doppel-Torschütze Timo Röttger (l.) wechselte 2008 vom SC Paderborn nach Dresden © getty

Dynamo schöpft nach dem Auswärtssieg gegen Jena wieder Hoffnung. Offenbach bleibt vor Burghausen weiter an der Spitze.

München - Dynamo Dresden feiert die Auferstehung in der 3. Liga und schöpft nach dem 4:0-Auswärtssieg im Ostderby bei Carl Zeiss Jena wieder Hoffnung auf den Klassenerhalt.

An der Spitze bleibt nach dem 16. Spieltag Kickers Offenbach (31 Punkte) dank eines 2:0-Erfolges gegen den VfB Stuttgart II vor Wacker Burghausen (30/2:1 gegen Bayern München II).

Den Relegationsrang übernahm Eintracht Braunschweig (26) mit einem 6:0-Kantersieg gegen den SV Sandhausen.(DATENCENTER: Die Dritte Liga)

Trubel in Jena

Beim Ex-Europacupfinalisten aus Jena brennt es nach dem Debakel im Prestigeduell gegen Dynamo lichterloh. Rund 200 Anhänger blockierten nach dem Abpfiff die Geschäftsstelle am Ernst-Abbe-Sportfeld, forderten auch den Rücktritt von Vereinsboss Peter Schreiber.

Der umstrittene Trainer Rene van Eck, nach seiner Entmachtung in der vorigen Saison kurioserweise wieder ins Amt gehievt, klang schon ratlos:

"Unsere Leistung war eine Katastrophe. Die Mannschaft hat mich nicht nur heute im Stich gelassen."

"Es war nur ein kleiner Schritt"

Dresdens Trainer Matthias Maucksch jubelte über den ersten Sieg in seinem vierten Spiel. "Aber es war nur ein kleiner Schritt in die richtige Richtung - noch sind wir auf einem Abstiegsplatz", sagte der Ex-Bundesligaprofi. Jena ist nun nur noch vier Zähler voraus.

Vor 11.846 Zuschauern, darunter rund 1500 Dynamo-Anhänger, sorgten Timo Röttger (4. und 22.), Stefan Kühne mit einem Eigentor (36.) und Gerrit Müller (77.) für das Debakel. Jenas Kapitän und Torwart Carsten Nulle sagte:

"Für diese Leistung können wir uns bei den Zuschauern nur entschuldigen."

Fan-Auseinandersetzungen in der Stadt

Im Stadion blieb es friedlich. In der Jenaer City kam es aber zu Auseinandersetzungen der Fan-Gruppen - die Polizei nahm 15 Personen vorübergehend fest.

Gegen acht Dynamo-Fans wurde Anzeige wegen Landfriedensbruch und Körperverletzung gestellt.

Wuppertal mit Achtungs-Erfolg

Im Tabellenkeller wird es nun immer enger, zumal auch das bisherige Schlusslicht Wuppertaler SV im einzigen Sonntag-Spiel bei Zweitliga-Absteiger FC Ingolstadt überraschend 2:0 (1:0) gewinnen konnte.

Die Führung erzielte Nermin Celikovic bereits in der 4. Minute, Fatmir Vata (86.) machte kurz vor Schluss alles klar.

Somit rutschte Trainer Mehmet Scholl mit der Bayern München II sogar auf den letzten Rang ab.

Osnabrück schafft den Anschluss

In Offenbach besiegelten Marius Laux mit seinem Tor in der 13. Minute und Mirnes Mesic (72.) den neunten Saisonsieg des OFC. "Ein verdienter Sieg gegen einen guten Gegner", resümierte Offenbachs Trainer Steffen Menze.

Für Verfolger Burghausen trafen Markus Grübl (3.) und Sven Kresin (3., Foulelfmeter).

Den Relegationsrang büßte Ex-Bundesligist SpVgg Unterhaching (26 Punkte) durch eine 0:2-Heimniederlage gegen den Aufsteiger 1. FC Heidenheim ein.

Den Anschluss an die oberen Tabellenränge schaffte hingegen DFB-Pokal-Viertelfinalist VfL Osnabrück mit einem 1:0 gegen Jahn Regensburg. Björn Lindemann erzielte in der 88. Minute den Treffer für die Niedersachsen.

Klatsche für Sandhausen

Den Sprung auf Platz drei verpasste der SV Sandhausen, der nach Gegentreffern von Kingsley Onuegbu (23., 46. und 73.) sowie Dennis Kruppke (20.), Marc Pfitzner (66., Foulelfmeter) und einem Eigentor von Denis Bindnagel (89.) mit 0:6 in Braunschweig unterging.

Auch Erzgebirge Aue (0:2 in Kiel) konnte die Gunst der Stunde nicht nutzen.

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