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Dresdens Halil Savran (r.) feiert sein Tor gegen Wacker Burghausen © imago

Zunächst rettet der Dresdner Stadtrat Dynamo, dann schlägt der Ex-Bundesligist Burghausen. Ingolstadt gewinnt das Topspiel.

Berlin - Freudentage in Dresden:

Erst wendete der finanzschwache Drittligist Dynamo Dresden dank der Unterstützung der Stadt die Insolvenz ab, dann folgten mit dem 1:0 (0:0)-Sieg gegen Wacker Burghausen am 29. Spieltag drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

An der Tabellenspitze darf der 1. FC Heidenheim nach dem 3:0 (1:0)-Erfolg gegen Holstein Kiel derweil weiter vom Durchmarsch in die Zweite Liga träumen. (DATENCENTER: Die Dritte Liga)

Der Aufsteiger festigte mit 47 Punkten Platz zwei hinter dem VfL Osnabrück (52 Zähler), der bereits am Freitag 1:0 (0:0) beim VfB Stuttgart II gewonnen hatte.

Zuschuss für Stadion Projektgesellschaft

"Mir ist eine Menge Ballast vom Herzen gefallen. Wäre der Antrag nicht durchgegangen, wäre es das Ende von Dynamo gewesen", sagte Dresdens Präsident Hauke Haensel.

Zuvor hatte der Stadtrat der sächsischen Landeshauptstadt einer Erhöhung des Zuschusses an die Stadion Dresden Projektgesellschaft um 1,2 Millionen Euro zugestimmt.

Damit erhielt der Klub für die teure Nutzung des modernisierten Rudolf-Harbig-Stadions die gewünschte Entlastung.

"Wir werden mit der Unterstützung für das Stadion und der Unterstützung für den Verein verantwortungsvoll umgehen. Und wir werden beweisen, dass wir den eingeschlagenen Weg der Transparenz und Konsolidierung weiter gehen wollen", sagte Haensel.

Savran erzielt den Siegtreffer

Der Stadtrat gab der Dresdener Oberbürgermeisterin zudem den Auftrag, dem Klub eine Bürgschaft in Höhe von 100.000 Euro zur Absicherung des Lizenzverfahrens beim DFB zur Verfügung zu stellen.

Auch sportlich läuft es derzeit beim ehemaligen Bundesligisten.

Der Heimsieg durch das Elfmetertor von Halil Savran (76.) war Dynamos siebtes Spiel in Folge ohne Niederlage und sorgte für ausgelassene Stimung unter den 12.034 Zuschauern.

Mit nun 34 Punkten auf dem Konto vergrößerten die Sachsen den Abstand zur Abstiegszone.

Ingolstadt und Heidenheim gewinnen

Einziger Wermutstropfen war die Verletzung von Sascha Pfeffer. Der Mittelfeldspieler zog sich einen Riss des Syndesmosebandes im rechten Unterschenkel zu und fällt drei Monate aus.

Während im Aufstiegskampf die starken Heidenheimer durch die Treffer von Patrick Mayer (18.), Tim Göhlert (60.) und Bastian Heidenfelder (80.) ihren sechsten Sieg in den vergangenen sieben Heimspielen feierten, beendete der FC Ingolstadt durch das 1:0 (0:0) im Topspiel gegen die Kickers Offenbach eine Negativserie von vier Spielen ohne Sieg.

Die Bayern (45) verbesserten sich dank des Last-Minute-Treffers von Fabian Gerber (89.) auf den dritten Rang.

Offenbach rutscht auf vierten Rang ab

"Es hat der Glücklichere gewonnen. Wir haben in der zweiten Hälfte mit Leidenschaft besser ins Spiel gefunden. Wir müssen aber in den nächsten Wochen zulegen", sagte Ingolstadts Coach Michael Wiesinger.

Offenbach ging nach fünf Partien ohne Gegentor erstmals wieder als Verlierer vom Platz und rutschte auf den vierten Rang ab.

Erzgebirge Aue bleibt nach einem 0:0 beim SV Sandhausen Fünfter, auf den sechsten Platz kletterte Carl Zeiss Jena dank eines 2:1 (2:1) gegen Eintracht Braunschweig.

Wehen Wiesbaden verlässt Abstiegszone

Der Wuppertaler SV taumelt dagegen dem Abstieg entgegen.

Das Schlusslicht verlor 0:2 (0:0) gegen Borussia Dortmund II und ist nach vier Spielen ohne Sieg fünf Punkte vom rettenden Ufer entfernt.

Im Tabellenmittelfeld trennten sich Jahn Regensburg und Bayern München II 1:1 (0:0).

Die Abstiegszone verließ derweil der SV Wehen Wiesbaden durch das 2:0 (1:0) gegen Rot-Weiß Erfurt. Dafür rutschte die SpVgg Unterhaching nach der 0:1 (0:0)-Heimniederlage gegen Werder Bremen II auf Rang 17 ab.

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