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Sebastian Glasner schoß das 2:0 für Aue gegen Schlusslicht Kiel © getty

Während Aues Glasner vom Aufstieg träumt, dämpft Trainer Schmitt die Euphorie. Osnabrücks Coach Baumann lobt sein Team.

München - Erzgebirge Aue stößt den VfL Osnabrück von der Spitze, der FC Ingolstadt holt auf, Eintracht Braunschweig patzt, Carl Zeiss Jena hofft:

In der Aufstiegs-Lotterie "3 aus 5" der 3. Fußball-Liga haben die "Veilchen" aus Aue drei Spieltage vor Ende plötzlich die größten Chancen auf den Hauptgewinn.

"Die Tabellenführung fühlt sich richtig geil an. Unser Traum vom Aufstieg rückt immer näher", sagte Torschütze Sebastian Glasner (52./2:0) nach dem 3:1 gegen Schlusslicht Holstein Kiel.

Dank des dritten Sieges in Folge stürmte Erzgebirge (61 Punkte) erstmals in dieser Saison an die Spitze und überflügelte den bisherigen Primus Osnabrück (60), der bei Jahn Regensburg nicht über ein 2:2 hinaus kam. (DATENCENTER: Die Dritte Liga)

Aue-Coach Schmitt trotz Sieg unzufrieden

Doch Aues Trainer Rico Schmitt wollte von einer Vorentscheidung im Aufstiegsrennen nichts wissen, obwohl der Traditionsklub noch ein Nachholspiel in der Hinterhand hat.

Statt über die starke zweite Halbzeit zu schwärmen, kritisierte er die pomadige Vorstellung im ersten Spielabschnitt.

"Das war lethargisch. Mir haben Mimik und Körpersprache meiner Spieler gar nicht gefallen", sagte Schmitt: "Zum Glück haben sie später die Pobacken zusammengekniffen und sind nach vorne marschiert."

Baumann lobt Team

Osnabrücks Trainer Karsten Baumann dagegen vermied kritische Worte, obwohl sein Team in Regensburg eine 2:0-Führung leichtfertig aus der Hand gegeben hatte.

"Die Spieler sind geknickt. Wir müssen zusehen, dass wir sie wieder aufbauen", sagte er und lobte:

"Wir waren sehr konsequent in unseren Aktionen und haben auf dem schlechten Rasen guten Fußball gespielt. Dass der Ausgleich durch einen Sonntagsschuss fällt, ist bitter für uns."

Ingolstadt jagt VfL

Allerdings sind die Ingolstädter (59) dank des 2:0 beim Vorletzten Wuppertaler SV bis auf einen Punkt an den VfL herangerückt.

"Wenn man auf die Tabelle blickt, war es ein ganz wichtiger Sieg für uns", sagte Coach Michael Wiesinger.

Es habe ihn aber geärgert, das sein Team das Spiel durch "viele Ungenauigkeiten" lange offen gehalten habe.

Während Ingolstadt den Relegationsplatz drei behauptete, kassierte Eintracht Braunschweig (57) nach zuletzt vier Siegen in Folge durch das enttäuschende 1:1 beim SV Sandhausen wieder einen Rückschlag.

Braunschweig enttäuscht, Jena lauert

"Wir sind enttäuscht, dürfen uns jetzt aber nicht hängenlassen", forderte Trainer Torsten Lieberknecht.

Vielleicht könne dieser eine Punkt "in der Endabrechnung noch Gold wert sein", sagte der Coach des deutschen Meisters von 1967.

Aufstiegschancen hat auch noch Jena (55), das nach einem 3:0 im Ost-Derby bei Dynamo Dresden nur noch vier Punkte hinter Ingolstadt liegt, aber noch zwei Spiele mehr zu absolvieren hat.

"Mit dieser Leistung wird uns wohl keiner aufhalten", sagte Abwehrspieler Assani Lukimya.

Dortmund II verliert

Auf den Abstiegsplätzen befinden sich weiterhin Kiel (31), Wuppertal (34) und Borussia Dortmund II (35), das am Sonntag 0:1 (0:1) bei Rot-Weiß Erfurt unterlag.

Auch Werder Bremen II (38) ist nach dem 0:2 bei Zweitliga-Absteiger SV Wehen Wiesbaden 0:2 weiter gefährdet.

Im zweiten Sonntagsspiel schlug die Zweitvertretung des VfB Stuttgart Kickers Offenbach 2:0 (2:0).

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