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Erzgebirge Aue steht zwei Spieltage vor Schluss an der Spitze © getty

Bei Erzgebirge Aue träumen die Spieler mehr denn je vom Aufstieg. Trainer Rico Schmitt tritt dennoch auf die Euphoriebremse.

München - Frühlingszeit ist "Veilchenzeit":

Bei Erzgebirge Aue können die Spieler mehr denn je vom Aufstieg in die Zweite Liga träumen.

Am 36. Spieltag untermauerte der Tabellenführer durch einen 2:0-Sieg bei Wacker Burghausen seine Spitzenposition (64 Punkte/35 Spiele) vor dem ebenfalls erfolgreichen VfL Osnabrück (63/36), der bei Borussia Dortmund II mit 2:1 gewann.

Während bei den Sachsen und Niedersachen laut gejubelt wurde, ist für die zweite Mannschaft des BVB der Abstieg in die Regionalliga nun ebenso besiegelt wie für Schlusslicht Holstein Kiel (1:2 gegen Rot-Weiß Erfurt). (DATENCENTER: Die Dritte Liga)

"Ein weiterer Schritt nach vorne"

"Das waren ganz wichtige Punkte und ein weiterer Schritt nach vorne. Die Mannschaft ist auf einem guten Weg. Die Situation muss uns jetzt beflügeln", sagte Aues Trainer Rico Schmitt und lobte die vielen mitgereisten Fans: "Der lila-weiße Gästefanblock hat uns zusätzliche Motivation verliehen."

Der Coach der Sachsen trat vor dem Nachholspiel am Dienstag gegen den SV Wehen Wiesbaden aber auch die Euphoriebremse: "Wir freuen uns auf Dienstagabend. Ich warne aber vor zu früher Feierlaune."

Nach dem fünften Sieg in Folge, dem zehnten Erfolg in der Rückrunde, hat Erzgebirge Aue zwei Spieltage vor dem Saisonende bei fünf Punkten Vorsprung die besten Chancen auf die Rückkehr in Liga zwei.

Kopf an Kopf im Aufstiegskampf

Auch Osnabrück machte einen weiteren Schritt in Richtung Aufstieg. "In der Kabine ist die Stimmung nun sehr gut. Aber es wird bis zum Schluss ein Kopf-an-Kopf-Rennen", sagte VfL-Coach Karsten Baumann mit Blick auf die Verfolger.

Denn auch Eintracht Braunschweig (61/36) wahrte durch das 3:1 gegen Bayern München II seine Chancen.

Der FC Ingolstadt (60/36) musste jedoch mit dem 1:1 gegen den VfB Stuttgart II vor eigenem Publikum einen Rückschlag hinnehmen.

Dagegen verabschiedete sich Carl Zeiss Jena (56/35) durch die 1:2-Heimniederlage gegen den 1. FC Heidenheim praktisch aus dem Aufstiegsrennen.

Kiel abgestiegen

Einen schmerzlicheren Abschied, nämlich den Abstieg nach nur einem Jahr, müssen derweil die Kieler verdauen. "Davon müssen wir uns jetzt alle erst einmal erholen", sagte Kiels Trainer Christian Wück.

Der sportliche Leiter Andreas Bornemann blickte schon nach vorn: "Jetzt sollten junge Spieler die Chance erhalten, sich zu präsentieren. Wir wollen für die neue Saison eine schlagkräftige Truppe zusammenstellen."

Wuppertal braucht Wunder

Auch der Wuppertaler SV hat nach dem 0:1 bei der SpVgg Unterhaching bei sieben Punkten Rückstand und noch drei Spielen nur noch geringe Chancen auf den Klassenerhalt.

Die zweite Mannschaft von Werder Bremen ist durch das 3:0 gegen den SV Sandhausen dagegen so gut wie gerettet. Gleiches gilt für Jahn Regensburg nach dem 2:0 bei Dynamo Dresden.

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