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Mit fünf Punkten Vorsprung auf Platz drei ist Aue der Aufstieg nicht mehr zu nehmen © getty

Die Sachsen feiern die Rückkehr in die Zweite Liga ausgelassen. Osnabrück gewinnt "Nervenschlacht", ist aber noch nicht durch.

München - In Aue knallten die Korken, in Osnabrück blieb der Sekt noch im Kübel: Erzgebirge Aue hat nach zwei Jahren Abstinenz die Rückkehr in die Zweite Liga perfekt gemacht.

Am 37. Drittligaspieltag besiegten die Sachsen Eintracht Braunschweig mit 2:1. Verfolger Osnabrück bezwang Holstein Kiel 3:1, doch der ebenfalls siegreiche FC Ingolstadt verdarb den Niedersachsen die vorzeitige Aufstiegsparty. (DATENCENTER: Die Dritte Liga)

"Für den ostdeutschen Fußball ist das eine Sensation. Haltet diesen Moment fest", sagte der emotional überwältigte Auer Trainer Rico Schmitt. Nach Toren von Marc Hensel (54.) und Pierre le Beau (85.) wurde die Dankeschön-Party für die Fans zur vorgezogenen Aufstiegsfeier.

Braunschweig war durch Mirko Boland (65.) lediglich der zwischenzeitliche Ausgleich gelungen. Mit 68 Punkten ist Aue nicht mehr von einem der ersten beiden Plätze zu verdrängen.

Osnabrück dreht das Spiel

Der VfL Osnabrück muss mit der Aufstiegsfeier noch eine Woche warten. Dennis Schmidt (56./90.), und Björn Lindemann (76.) drehten das Spiel gegen Kiel.

Die als Absteiger feststehenden Norddeutschen waren durch Marc Heider (3.) früh in Führung gegangen.

Partie unterbrochen

Nach Schmidts Ausgleich musste das Spiel für 15 Minuten unterbrochen werden, weil Kieler Anhänger in ihrem Block Feuerwerkskörper abgefackelt hatten.

Nach der unfreiwilligen Pause fuhr Osnabrück den Zittersieg nach Hause. "Das war eine Nervenschlacht. Wir sind für unser Engagement belohnt worden", sagte Trainer Karsten Baumann.

Als Spielverderber erwies sich der FC Ingolstadt durch sein 5: 1 beim SV Wehen Wiesbaden. Die Bayern haben mit 63 Punkten drei Zähler Rückstand auf den zweitplatzierten VfL und das deutlich bessere Torverhältnis.

Braunschweig in Lauerstellung

Braunschweig (61 Punkte) hat noch die Chance, Ingolstadt vom Relegationsplatz drei zu verdrängen, und auch Jena (60) darf noch hoffen.

Die Thüringer kamen zwar beim Wuppertaler SV nicht über ein 1:1 hinaus, allerdings steht das Urteil zum Einspruch gegen die 1:2-Niederlage gegen den 1. FC Heidenheim noch aus.

Jena legt Protest ein

Jena hatte Protest eingelegt, weil bei Heidenheim Martin Klarer eingesetzt worden war, der bereits zehn Gelbe Karten gesehen hatte und hätte gesperrt werden müssen.

Am 12. Spieltag war vom Schiedsrichter vergessen worden, eine Gelbe Karte Klarers im Spielberichtsbogen zu notieren, in der offiziellen Statistik wurde die Verwarnung aber geführt.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte bereits angekündigt, Jenas Einspruch abzuweisen, da es sich um eine Tatsachenentscheidung handele. Sollten die Thüringer doch Recht bekommen, wären sie wieder mitten drin im Aufstiegsrennen und hätten sogar noch Chancen auf Platz zwei.

Starker Aufsteiger

Neuling Heidenheim besiegte am Freitag Dynamo Dresden 3:0 und wird die Saison mindestens als Sechster abschließen. Der VfB Stuttgart II bezwang die SpVgg Unterhaching 3:1, die bereits abgestiegene Borussia II aus Dormund schlug Jahn Regensburg 2:0.

Der SV Sandhausen und Kickers Offenbach trennten sich ebenso 1:1 wie Rot-Weiß Erfurt und Wacker Burghausen. Bayern München II siegte 2:1 gegen Werder Bremen II.

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