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Karsten Baumann (r.) und Thomas Reichenberger feiern mit dem Drittligapokal © getty

Meistertrainer Karsten Baumann wird beim Autokorso durch die Stadt gefeiert. Ingolstadt geht topmotiviert in die Relegation.

Berlin/Osnabrück - Osnabrücks kahlköpfiger Trainer Karsten Baumann nahm es gelassen.

"Du hast die Haare schön", sangen die VfL-Fans immer wieder. Der Jubel beim Drittliga-Meister kannte nach dem 1:0-Sieg bei Wacker Burghausen keine Grenzen.

Nach nur elf Monaten kehrten die Lila-Weißen in die Zweite Liga zurück und lösten Erzgebirge Aue an der Tabellenspitze ab. (DATENCENTER: Die Dritte Liga)

Dritter wurde der FC Ingolstadt, der in der Relagtion um den Aufstieg kämpfen muss.

"Ich bin froh, dass wir das geschafft haben. Am Ende haben wir den Aufstieg auch verdient. Es wäre tragisch gewesen, wenn wir nach unserer tollen Saison heute alles verspielt hätten", sagte ein überglücklicher Baumann nach dem Abpfiff.

Party im Burghausener Stadion

Noch im Burghausener Stadion begann die große Meister-Sause der Osnabrücker.

Nachdem der Sieg durch Aleksandar Kotuljacs Tor (17.) feststand, stiegen viele der rund 2000 mitgereisten Fans über die Zäune und ließen ihre Helden im Innenraum hochleben.

"Nie mehr Dritte Liga", stimmte Osnabrücks Torwart Tino Berbig an, ehe er die lange Polonaise der Veilchen anführte.

Baumann im Mittelpunkt

Am Sonntag wurde die Party in Osnabrück fortgesetzt. Wie Bayern München ließ sich das Meisterteam per Autokorso durch die Innenstadt kutschieren.

Ziel war auch hier das Rathaus mit mehreren tausend Fans auf dem Vorplatz. Im Mittelpunkt der lila-weißen Party stand Baumann, der immer wieder Hände schütteln musste.

Der 40-Jährige leistete auf seiner zweiten Trainerstation ganze Arbeit, bis zur Winterpause wollte man in Osnabrück vom Aufstieg noch nichts wissen.

Aue verspielt den Titel

Mitaufsteiger Aue hatte bereits in der Vorwoche alles klar gemacht. Das Team aus dem Erzgebirge erlaubte sich am letzten Spieltag eine 1:2-Niederlage bei Werder Bremen II und verspielte so noch den Titel.

"Nachdem wir in der vergangenen Woche den Aufstieg perfekt gemacht haben, war bei einigen Spielern die Luft etwas raus", sagte Aues Trainer Rico Schmitt.

Die Relegation gegen den Drittletzten der Zweiten Liga erreichte der FC Ingolstadt, der durch ein 1:1 gegen den SV Sandhausen Platz drei sicherte.

Ingolstadt hat zunächst Heimspiel in der Relegation

Die Bayern empfangen zunächst am 14. Mai den Dritten der Zweiten Liga, das Rückspiel findet am 17. Mai (jeweils 20.30 Uhr) statt.

"Wir haben es heute spannend gemacht, sind aber überglücklich und wollen nun in der Relegation ebenfalls alles geben", sagte FC-Coach Michael Wiesinger.

Beinahe hätten die Ingolstädter doch noch einen ersten Platz erreicht, den in der Torjäger-Statistik.

Dorn wird Torschützenkönig

Moritz Hartmann erzielte mit der 1:0-Führung gegen Sandhausen seinen 21. Saisontreffer, der am Ende allerdings nicht zum Gewinn der Torjägerkanone reichte.

Denn Sandhausens Goalgetter Regis Dorn gelang in der 65. Minute nicht nur der 1:1-Ausgleich, sondern auch sein 22. Treffer in dieser Spielzeit, durch den er die abschließende Torjägerliste anführt.

Kein Happy End gab es für Ex-Profi Mehmet Scholl. In seinem letzten Spiel als Trainer von Bayern München II verlor er bei Kickers Offenbach 1:4.

Als Absteiger standen vorzeitig Borussia Dortmund II, Holstein Kiel und der Wuppertaler SV fest.

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