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Blieb gegen Offenbach ohne Gegentor: Paderborns Keeper Kasper Jensen © getty

Dabei profitiert der SC auch von einem Ausrutscher des Verfolgers Emden. Braunschweig setzt den Aufwärtstrend fort.

München - Als der SC Paderborn die Tabellenführung erfolgreich verteidigt hatte, legte Trainer Pawel Dotschew erst richtig los.

"Offenbach hat uns von der ersten Minute an bekämpft, einige meiner Spieler waren wohl überrascht von dieser Aggressivität des Gegners", kritisierte der Bulgare.

Nach zuvor sechs Siegen in Serie waren seine Mannen gegen Kickers Offenbach nicht über ein 0:0 hinausgekommen.

Zwar bleibt der SCP mit 23 Punkten auch nach dem zehnten Spieltag weiterhin an der Spitze, doch vor allem die Patzer der Konkurrenz verhagelten Dotschew nach der ungenutzten Chance auf drei Punkte die Laune.

"Leider hat mein Team die Torgelegenheiten in der Schlussphase nicht zu Ende gespielt", sagte Dotschew.

Verfolger patzen

Verfolger Kickers Emden (21 Punkte) kassierte bei der SpVgg Unterhaching kurz vor Schluss das 1:1 und wurde am Sonntag von Union Berlin, das 2:1 bei Werder Bremen II gewann, von Platz zwei verdrängt.

Der SV Sandhausen siegte im Verfolgerduell gegen Rot-Weiß Erfurt 2:0 und liegt noch vier Punkte hinter Paderborn. Fortuna Düsseldorf kam gegen Bayern München II nur zu einem 1:1.

Ausschreitungen im Ostderby

Im Ostderby, das wegen Zuschauerausschreitungen zehn Minuten unterbrochen werden musste und kurz vor dem Abbruch stand, musste sich Carl Zeiss Jena mit einem 0:0 gegen Dynamo Dresden begnügen. In der 86. Minute scheiterte Jenas Salvatore Amirante mit einem Foulelfmeter an Dresdens Torwart Axel Keller.

Nachdem daraufhin aus der Dresdner Fankurve zahlreiche Feuerwerkskörper auf das Spielfeld geflogen waren, unterbrach Schiedsrichter Lutz Wagner aus Hofheim das Spiel. Bereits in der Anfangsphase hatte die Polizei eingreifen müssen, nachdem Dynamo-Fans ein Fluchttor zum Spielfeld durchbrochen hatten.

Ausgleich durch "Schweini"

Emden profitierte in Unterhaching von einer gehörigen Portion Glück. Nach der Kickers-Führung durch Enrico Neitzel übernahmen die Bayern das Zepter, trafen zunächst die Latte und verschossen dann einen Foulelfmeter.

Schließlich erzielte Tobias Schweinsteiger (89.) doch noch den Ausgleich. "Es hätte nicht viel gefehlt, und wir wären mit einer Niederlage im Gepäck zurückgereist", meinte Kickers-Trainer Stefan Emmerling.

Seinem Amtskollegen Hermann Gerland platzte in Düsseldorf der Kragen. "Die Mannschaft hat eine erbärmliche Leistung abgeliefert", sagte der Trainer von Bayern II. Sie haben den Namen des FC Bayern beschmutzt.

Kohler wartet weiter

Gerlands Team hatte nach der Führung das Spiel komplett aus der Hand gegeben und den Punkt nur durch die schlechte Chancenverwertung der Fortuna gerettet. Düsseldorf (17 Punkte) bleibt nach dem zweiten Spiel ohne Sieg in Folge Fünfter, Bayern II liegt punktgleich einen Rang dahinter.

Besser machte es Eintracht Braunschweig. Der frühere deutsche Meister gewann 2:0 gegen Wacker Burghausen und feierte den dritten Heimsieg in Folge. Dagegen muss Jürgen Kohler weiterhin auf seinen ersten Sieg als Trainer des VfR Aalen warten. Auch gegen den Wuppertaler SV reichte es nur zu einem 0:0.

Dagegen gelang Zweitliga-Absteiger Erzgebirge Aue im Tabellenkeller durch das 4:1 bei Jahn Regensburg ein Befreiungsschlag. Die Sachsen kletterten von Platz 19 auf Platz 13.

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