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Beim Spiel zwischen Carl Zeiss Jena und Dynamo Dresden kam es zu Fanausschreitungen © getty

Nach den Vorkomnissen des letzten Spieltags drohen Carl Zeiss Jena und Dynamo Dresden Sanktionen. Die Polizei ermittelt.

Jena - Nach Ausschreitungen vor und während des Spiels zwischen Carl Zeiss Jena und Dynamo Dresden ermittelt der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes gegen die Drittligisten.

Das Gremium forderte am Montag beide Vereine zu einer schriftlichen Stellungnahme auf. Zudem legte der DFB-Sicherheitsbeauftragte Helmut Spahn einen umfassenden Bericht vor.

Beiden Vereinen könnte jeweils ein Geisterspiel drohen.

Vereinsverantwortliche wollen Aufklärung

"Wir wollen rückhaltlos zur Aufklärung beitragen", kündigte Jenas Sportdirektor Carsten Linke an. Sein Dresdner Kollege Ralf Minge meinte: "Wir müssen auswerten, was im Vorfeld womöglich falsch gelaufen ist."

Unterdessen hat auch die Jenaer Polizei die Ermittlungen gegen die Rowdies aufgenommen.

Videomaterial wird ausgewertet

"Wir werten das Videomaterial aus und ich gehe davon aus, dass noch eine ganze Reihe von Straftaten festgestellt wird", sagte Polizei-Sprecher Matthias Haupt. Die Video-Auswertung soll im Laufe der Woche abgeschlossen werden.

Insgesamt wurden sieben Personen, allesamt Anhänger von Dynamo, in Gewahrsam genommen und später wieder freigelassen.

Haupt sprach von acht Verletzten, davon "vier ganz leicht verletzte Polizisten". Bereits bei der Ankunft am Bahnhof Jena-Paradies hatten Dresdner Anhänger die Polizei gezielt mit Flaschen beworfen und Pyrotechnik gezündet.

Partie kurz vor Abbruch

Während des Spiels öffnete sich zunächst nach zwei Minuten das Tor des Gästefanblocks wegen zwei gebrochener Schrauben. In der 86. Minute wurden nach einem von Jena verschossenen Elfmeter Rauchbomben und Böller aus dem Dresdener Zuschauerblock aufs Spielfeld geschossen.

Daraufhin wollten Jena-Anhänger von der Haupttribüne aus auf das Spielfeld laufen und konnten nur durch den Einsatz der Polizei daran gehindert werden. Die Partie wurde für zehn Minuten unterbrochen und stand kurz vor dem Abbruch.

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