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Die Anhänger von Dynamo Dresden gelten als sehr heißblütig © getty

Dynamo-Fans reagierten mit einer makabren Aktion auf die dritte Heimniederlage. Grabähnliche Löcher zierten am Montag den Rasen.

Dresden - Auf die Spieler des Drittligisten Dynamo Dresden wartete am Montag eine böse Überraschung.

Nach der 0:3-Heimniederlage gegen den SC Paderborn am Sonntag hatten sich Fans nachts auf das Trainingsgelände des Vereins geschlichen.

Sie gruben elf grabähnliche Löcher in den Trainingsplatz und versahen diese mit Holzkreuzen.

Anzeige erstattet

Dynamo Dresden stellte umgehend Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung.

"Es ist absolut nichts dagegen einzuwenden, wenn Fans ihren berechtigten Unmut über die schlechte Leistung und das Ergebnis kundtun wollen", sagte Dresdens Geschäftsführer Ralf Minge.

Die Dresdener belegen mit 13 Punkten aus zwölf Spielen nur noch auf Tabellenplatz 16.

"Aber hier wurde die Grenze erheblich überschritten, das werden wir nicht tolerieren", so Minge weiter.

"Bärendienst" für die Mannschaft

Angesichts der angespannten Witterungssituation hätten die Dresdner Spieler nun nochmals deutlich verschlechterte Trainingsbedingungen. "Das hilft der Mannschaft in der Vorbereitung auf das nächste Spiel in Stuttgart keineswegs", sagte Minge.

Andere Dresdener Fangruppen haben sich inzwischen von der "niveaulosen Art der Kritik" distanziert.

Als "beschämend" und "pietätlos" verurteilten Vertreter der Fan-Gemeinschaft die Aktion.

Bekenntnis zu Trainer Kaiser

Am Sonntag hatten sich trotz der deutlichen Niederlage noch mehr als 1000 Anhänger lautstark zu Trainer Ruud Kaiser bekannt.

Ihre Gesänge dauerten nach Abpfiff der Partie lange an. Die Spieler hatten sich in der zweiten Hälfte wenigstens kämpferisch gezeigt.

Dennoch reagierte Kaiser umgehend und ordnete Sondertraining an. Mangelnde Spritzigkeit hatte er als größtes Manko seiner Mannschaft ausgemacht.

Für das Spiel gegen den Tabellenletzten Stuttgarter Kickers kündigte Kaiser zudem personelle Konsequenzen an.

Im Kampf gegen den Abstieg zählten nun Laufbereitschaft und Zweikampfstärke.

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