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Für Dresden um Lars Jungnickel stehen bislang neun Saisonsiege zu Buche © getty

In den Nachholspielen stehen Dresden und Erfurt unter Druck. Niederlagen wären im Aufstiegsrennen fast schon ein K.o.

Von Benjamin Bauer

München - Ein Blick auf die Tabelle genügt, um die Fronten vor den Nachholspielen am Samstag (ab 13 Uhr im LIVE-TICKER) zu klären. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Ein Trio mit Braunschweig, Rostock und Offenbach hat sich an der Spitze der Dritten Liga bereits ein gutes Punktepolster herausgearbeitet und wird alles daran legen, dieses zu verteidigen.

Entspannt können die Teams auf den direkten Aufstiegsplätzen den Rückrunden-Auftakt aber nicht angehen.

Spitzenreiter Eintracht Braunschweig (45 Punkte) muss beim Tabellen-Fünften Dynamo Dresden antreten.

Dynamo setzt auf Schahin

Für die Gastgeber ist die Partie gegen den Deutschen Meister des Jahres 1967 eminent wichtig.

Mit einem Dreier würde man den Abstand auf den Relegationsplatz mit maximal sieben Punkten erträglich halten.

Stürmer kommt aus Fürth

Dafür soll die neueste Verpflichtung der Sachsen sorgen. Von Zweitligist SpVgg Greuther Fürth wurde der 21-jährige Stürmer Dani Schahin bis zum Saisonende ausgeliehen.

Im Gegenzug zog es Marc Sand zu Bayer Leverkusen II.

Dresden unter Druck

Gegen Braunschweig hat das Team von Trainer Matthias Maucksch einen "Big Point" in der Hand, der schlichtweg verwandelt werden muss.

"Fakt ist, dass wir mehrere Chancen hatten, uns oben festzubeißen und zu sagen: Hey wir sind da! Aber jedes Mal konnten wir ihn nicht nutzen", sagte Cristian Fiel dem "kicker".

Emmerling: "Noch alles möglich"

Ähnlich sehen die Vorzeichen in Erfurt aus. Im direkten Duell mit dem Tabellenzweiten aus Rostock greifen die Thüringer wohl nur mit einem Sieg nochmal ernsthaft in den Aufstiegskampf ein.

Mit einem Erfolg am Samstag ist für Trainer Stefan Emmerling jedenfalls "noch alles möglich".

Rostock verlängert mit Beinlich

Gegner Hansa belohnt derweil die sportliche Leitung für die gut laufende Saison: Die Verträge mit Trainer Peter Vollmann und Manager Stefan Beinlich wurden in dieser Woche verlängert.

Ärgster Verfolger des Spitzentrios ist der SV Wehen Wiesbaden auf Rang drei, der ein Spiel weniger als Dresden auf dem Konto hat und mit einem Erfolg in der Partie beim Tabellen-Dreizehnte Babelsberg den Druck auf die ersten Drei aufrecht erhalten könnte.

Bayern-Youngster auf dem Sprung

Im Abstiegskampf empfängt Wacker Burghausen die Reserve des FC Bayern München, bei der die Youngster Christoph Knasmüllner und Maximilian Haas vor dem Absprung stehen.

Während Knasmüllner wohl bald einen Vertrag bei Inter Mailand unterzeichnet, wird Haas mit dem englischen Zweitligisten FC Middlesbrough in Verbindung gebracht.

Neuer in Sandhausens Kasten

Trainer Hermann Gerland begrüßte zuletzt aber auch zwei neue Gesichter an der Säbener Straße. Mit Steffen Wohlfarth vom FC Ingolstadt und Bastian Müller vom SC Verl soll der Abstieg verhindert werden.

Der Tabellen-18. SV Sandhausen setzt bei der gleich lautenden Mission auf einen neuen Keeper.

Vom Zweitligisten Karlsruher SC wechselte Jeff Kornetzky in den Rhein-Neckar-Kreis. Die bislang enttäuschenden Sandhäuser, die vor der Saison eigentlich zum Kreis der Aufstiegsanwärter zählten, empfangen den Tabellendritten Kickers Offenbach.

"Unser Ziel ist Platz eins oder zwei"

Bei denen ist der Blick nach vorn gerichtet: "Wir hatten in der Hinrunde Pech mit den verletzten Spielern. Viele Leistungsträger sind ausgefallen, auch über längere Zeit. Und wenn die jetzt alle fit sind, und danach sieht es aus, dann wir werden eine richtig gute Rolle spielen", meinte Verteidiger Alexander Huber im Gespräch mit SPORT1.

Der 25-Jährige hat auf die Relegation keine Lust und will lieber den direkten Aufstieg: "Unser Ziel ist Platz eins oder zwei, nicht unbedingt der dritte Platz."

Koblenz reist nach Ahlen

Ebenfalls auf dem Programm stehen drei Mittelfeldduelle. Carl Zeiss Jena empfängt den VfB Stuttgart II, die SpVgg Unterhaching misst sich mit Jahn Regensburg.

Und die TuS Koblenz ist wieder im Liga-Alltag: Nach dem Aus im Achtelfinale des DFB-Pokals gegen den 1. FC Kaiserslautern geht die Reise nun zu Rot Weiss Ahlen.

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