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Markus Schupp hat in 351 Bundesliga-Spielen 40 Tore geschossen © getty

Aalens Aufsichtsrats-Boss hat den früheren Burghausener Coach zum Wunschnachfolger für den herzkranken Ex-Weltmeister erklärt.

Aalen - Der VfR Aalen hat seine Fühler bei der Suche nach einem Nachfolger für Trainer Jürgen Kohler offenbar nach Markus Schupp ausgestreckt.

"Ja, er ist unsere Nummer eins, der Wunschkandidat", sagte Johannes Moser, Aufsichtsratsvorsitzender der Schwaben über den derzeit vereinslosen Ex-Profi.

"Es ist eine sehr, sehr reizvolle Aufgabe, mit diesem Verein etwas zu bewegen", bekundete Schupp gegenüber der "dpa" sein Interesse.

Er war zuletzt als Assistent von Huub Stevens beim Hamburger SV tätig. Zuvor hatte er von 2004 bis 2006 den damaligen Zweitligisten Wacker Burghausen betreut.

"Gespürt, dass etwas nicht stimmt"

Kohler (im Porträt) , der seinen Job auf ärztlichen Rat wegen Herz-Rhythmusstörungen aufgab, hat sich inzwischen erstmals detailliert über die Gründe für seinen Abschied geäußert.

"Ich habe auf einmal gespürt, dass mit dem Herzen etwas nicht stimmt. Das war ein Alarmzeichen", sagte er der "Bild"-Zeitung.

Der Arzt habe ihm empfohlen Schluss zu machen, "wenn ich nicht irgendwann in Zukunft von der Bank kippen will".

Nicht lebensbedrohlich

"Ich liebe den Fußball. Doch noch mehr liebe ich meine Familie - meine Frau, die Kinder. Da gab es bei der Verantwortung nur eine Entscheidung - Ende mit dem Trainerjob."

Im "Express" fügte Kohler hinzu: "Es ist nicht lebensbedrohlich. Ich kann damit sogar 100 Jahre alt werden. Aber der Trainerjob wäre zu gefährlich. Da steigt der Puls schon mal auf 200."

Kohler bleibt dem VfR als Sportdirektor erhalten. Laut "dpa" sollen Gespräche über die Kompetenzen Kohlers frühestens am 19. November stattfinden. Vom Ausgang dieser Gespräche dürfte auch eine Verpflichtung Schupps abhängen.

"Es gibt Kontakt, mehr gibt es noch nicht zu sagen", hielt sich der Umworbene deshalb auch bedeckt. Eine Zusammenarbeit mit Kohler könne er sich aber vorstellen.

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