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Im Spitzenspiel zwischen Paderborn und Unterhaching ging es zur Sache © getty

Paderborn bleibt am zweiten Spieltag der Dritten Liga nur Spitzenreiter, weil auch Braunschweig am Sonntag Feder lässt.

München - Die neue Dritte Bundesliga wird für die Zweitliga-Abstieger kein Spaziergang.

Nach dem 1:1 des SC Paderborn gegen die SpVgg Unterhaching durch ein "Last-Minute-Tor" in der Nachspielzeit haben die vier favorisierten Teams bereits nach zwei Spieltagen Federn lassen müssen.

Paderborn bleibt aber Spitzenreiter, da Eintracht Braunschweig gegen Rot-Weiß Erfurt am Sonntag trotz drückender Überlegenheit nur zu einem 1:1 (0:1) kam. werbung

Braunschweig zu fahrlässig

Vor 19.400 Zuschauern nutzte Braunschweig seine vielen Chancen nicht.

Die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht bestimmte fast durchgängig das Geschehen und erarbeitete sich ein gutes Dutzend Chancen, scheiterte aber mehrfach an Torwart Dirk Orlishausen.

Der Erfurter Massimo Cannizzaro brachte Bayern Münchens DFB-Pokal-Gegner in der 24. Minute in Führung. In der 55. Minute köpfte Fait-Florian Banser nach einem 40-m-Freistoß von Kosta Rodrigues zum hochverdienten 1:1 ein.

Die Gäste aus Thüringen feierten ihren ersten Punktgewinn in der neuen Liga, Braunschweig gehört mit vier Zählern zur Spitzengruppe.

Paderborn für Nachlässigkeit bestraft

Der SCP wurde gegen die SpVgg dafür bestraft, dass er eine schnelle Entscheidung verpasste.

"In der letzten Minute müssen wir das Spiel kontrollieren. Wir haben gesehen, dass wir noch keine Spitzenmannschaft sind, aber wir können eine werden", meinte Chef-Trainer Pawel Dotchew.

"Wir haben unsere Torchancen nicht bis zu Ende gespielt." Haching-Coach Ralph Hasenhüttl sprach dank der "kämpferischen Moral" von einem verdienten Punkt.

Zuschauer sorgen für Verzögerung

Die Pflichtspielpremiere des SCP in der 15.000 Zuschauer fassenden Arena war wegen des großen Andrangs mit zehn Minuten Verspätung angepfiffen worden.

Die Gastgeber wiesen vor 7806 Besuchern ein klares Chancenplus auf, scheiterten immer wieder an Ex-Bundesliga-Torhüter Darius Kampa.

Dennoch fiel das späte 1:0 durch Rolf-Christel Guie-Mien (83.), das Roman Tyce in der Nachspielzeit noch egalisierte.

Jena dreht das Derby

Carl Zeiss Jena feierte im Ostderby der Zweitliga-Absteiger gegen das weiter punktlose Erzgebirge Aue trotz 0:2-Pausenrückstand mit 3:2 immerhin den ersten Saisonsieg.

Die Rückkehr von Aues Teamchef Heiko Weber an die langjährige Wirkungsstätte in Jena begann triumphal, am Ende durfte aber sein Kumpel Henning Bürger auf der Bank der Gastgeber jubeln.

Diese drehten dank der Tore von Salvatore Amirante (59., 66.) und Sebastian Hähnge (77.) eine Begegnung, die Aue nach den beiden Treffern von U20-Nationalspieler Arne Feick (28., 39.) zunächst beherrscht hatte.

"Wahnsinnige Energieleistung"

"Wir sind mit einer wahnsinnigen Energieleistung und der Unterstützung der Zuschauer wieder zurück ins Spiel gekommen und haben uns den Sieg hart erarbeitet", sagte Bürger.

Weber meinte: "Wir haben eine sehr junge Truppe. Wir werden das Spiel ordentlich auswerten, aber verdammen werde ich das Team nicht."

Sieben Teams punktgleich

Neben Paderborn, Unterhaching, Offenbach, Braunschweig und Jena haben die Reserve von Rekordmeister Bayern München nach einem 2:2 beim Wuppertaler SV und der VfR Aalen nach einem 1:1 gegen Jahn Regensburg vier Punkte auf dem Konto.

Zwei Fehlstarter des ersten Spieltags feierten erste Erfolgserlebnisse: Union Berlin besiegte im ungeliebten Jahnsportpark - Union muss wegen der Umbauarbeiten an der Alten Försterei derzeit ausweichen - den VfB Stuttgart II mit 3:1 (2:0).

Ein dreifacher Punktgewinn gelang auch Kickers Offenbach, dem vierten Absteiger im Bunde, die 2:0 gegen Wacker Burghausen gewannen.

Steffen Haas (14.) und Benjamin Baier (23.) brachten die Hessen vor 7703 Zuschauern frühzeitig auf die Siegerstraße.

Düsseldorf gelingt Wiedergutmachung

Fortuna Düsseldorf setzte sich bei den noch punkt- und torlosen Stuttgarter Kickers mit 2:0 (0:0) durch.

"Wir hatten zu Beginn beider Halbzeiten gewisse Schwierigkeiten, dann aber jeweils das Zepter in die Hand genommen", meinte Fortuna-Chefcoach Norbert Meier.

"Insgesamt hat es mir aber gut gefallen - besonders vor dem Hintergrund des 1:4 zum Auftakt gegen Paderborn."

Die Partien Werder Bremen II gegen den SV Sandhausen (Samstag, 14.00 Uhr) und Dynamo Dresden gegen Kickers Emden (Mittwoch, 13. August, 18.00 Uhr) komplettieren den 2. Spieltag.

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