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Eintracht Braunschweig feiert nach dem Sieg über Unterhaching den Aufstieg © getty

Die Eintracht kehrt nach vier Jahren in die Zweite Liga zurück. Gegen Unterhaching reicht ein knapper Sieg. Offenbach zittert.

München - Eintracht Braunschweig ist am Ziel seiner Träume angelangt:

Der Deutsche Meister von 1967 kehrt nach vier Jahren in die Zweite Liga zurück.

Die Niedersachsen gewannen am 32. Spieltag bei der SpVgg Unterhaching mit 1:0 (1:0) und festigten damit die Tabellenführung (DATENCENTER: Dritte Liga).

Der Treffer von Karim Bellarabi (6.) besiegelte den entscheidenden Dreier im Hachinger Sportpark, durch den die Braunschweiger als Aufsteiger feststehen.

Arnold: "Fällt ein Stein vom Herzen"

Nach dem Abpfiff kannte der Jubel keine Grenzen mehr, nachdem die Aufstiegsfeierlichkeiten am vergangenen Mittwoch nach der 1:2-Heimniederlage gegen Werder Bremen II verschoben werden mussten.

"Wir fällt ein großer Stein vom Herzen, dass wir schon sieben Spieltage vor Schluss den Aufstieg perfekt machen konnten", sagte Sportdirektor Marc Arnold danach zu SPORT1.

Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht, der von einer Weißbierdusche pitschnass in der Pressekonferenz erschien, meinte:

"Ich bin einfach nur extrem stolz, dass wir diesen Aufstieg realisiert haben. Das hat sich die Mannschaft wirklich verdient."

"Dieser Aufstieg ist Wahnsinn"

Auch Kapitän Dennis Kruppke war begeistert. "Dieser Aufstieg ist Wahnsinn. Ich halte uns auch für stark genug, um in der 2. Liga zu bestehen", erklärte er:

Nach der Pleite gegen Bremen hatte Lieberknecht die Parole ausgegeben: "Wir haben auf die Fresse bekommen, jetzt müssen wir eben wieder aufstehen."

Die Mannschaft setzte die Vorgaben des Trainers in die Tat um. Seit Sonntag sind die Braunschweiger nicht mehr von einem der beiden Aufstiegsränge zu verdrängen.

20 Punkte Vorsprung

Der Abstand zu Kickers Offenbach auf Rang drei beträgt 20 Punkte. In der Saison 2006/2007 war die Eintracht aus dem Unterhaus abgestiegen.

"Jetzt haben wir ein bisschen Vorsprung vor den anderen Teams, da wir schon personell planen können. Es kommt viel Arbeit auf uns zu", erklärte Arnold.

Der frühere Bundesliga-Profi bedauerte vor allem den Verlust des Matchwinners, der zu Bayer Leverkusen wechselt:

"Größte Baustelle ist den Abgang von Karim Bellarabi zu kompensieren. Auf der Position können wir ihn nicht 1:1 ersetzen. Aber wir haben auch so eine gute Truppe."

Rostock fast durch

Auch Hansa Rostock kann die Feier für die Zweitliga-Rückkehr planen.

Der frühere Bundesligist besiegte den alten Ostrivalen Dynamo Dresden 1:0 (1:0) und benötigt damit noch einen Sieg, um den "Betriebsunfall" Abstieg nach einem Jahr zu korrigieren.

Robert Müller traf in der 14. Minute und sicherte den ersten Rostocker Erfolg gegen Dresden seit 1991.

Hansa hat sechs Spieltage vor Saisonende 17 Punkte Vorsprung auf den dritten Platz, den Offenbach trotz des 0:2 (0:1) beim SV Babelsberg belegt.

In der kommenden Woche beim 1. FC Saarbrücken kann Rostock den Aufstieg perfekt machen, 20.000 Zuschauer feierten aber schon am Samstag kräftig.

OFC zittert um Rang drei

Offenbach dagegen muss immer stärker um den Relegationsplatz drei zittern.

Der frühere DFB-Pokal-Sieger hat in seinen vergangenen sechs Spielen insgesamt nur ein Tor erzielt, profitierte aber von Ausrutschern der Konkurrenz.

Auch Verfolger patzen

Denn die Verfolger patzten: Rot-Weiß Erfurt unterlag Saarbrücken 1:2 (1:1), der SV Wehen Wiesbaden kam nicht über ein 0:0 bei Jahn Regensburg hinaus.

Erfurt und Wehen liegen mit 52 Punkten einen Zähler hinter den Kickers.

Im Abstiegskampf reagierte Rot Weiss Ahlen auf den Drei-Punkte-Abzug wegen Lizenzierungsvergehen mit einem 2:0 (1:0) gegen Schlusslicht Bayern München II.

Dennoch liegt Ahlen als Drittletzter auf einem Abstiegsplatz, allerdings jetzt punktgleich mit dem Tabellen-16. VfR Aalen (0:0 gegen den SV Sandhausen).

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