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Dresdens Spieler feierten den Sieg gegen Burghausen schon wie den Aufstieg © getty

Nur Wehen kann Dynamo noch vom Relegationsplatz verdrängen, Erfurt und Offenbach haben keine Chance mehr. Unten bangt ein Trio.

München - Grenzenlose Euphorie in Dresden, verhaltene Vorfreude in Wiesbaden.

Der Kampf um den Relegationsplatz der Dritten Liga wird im Saisonfinale am kommenden Samstag in einem Fernduell entschieden. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Nachdem der Aufstieg von Eintracht Braunschweig und Hansa Rostock bereits feststand, dürfen nur noch Dynamo Dresden und der SV Wehen Wiesbaden weiter von der Rückkehr in die Zweite Liga träumen.

Das Rennen um den Aufstiegs-Relegationsplatz und der Abstiegskampf in der 3. Liga bleiben damit bis zum letzten Spieltag offen.

Dresden in der besseren Position

Dynamo verteidigte mit einem 2:0 (1:0)-Erfolg am vorletzten Spieltag gegen Wacker Burghausen Tabellenplatz drei und hat mögliche K.o.-Spiele um den Aufstieg gegen den 16. der zweiten Liga weiter in eigener Hand.

Der nach einer Oberschenkelverletzung wiedergenesene Alexander Esswein (38.) sorgte noch vor der Pause für die Dynamo-Führung, Sebastian Schuppan (63.) erhöhte per Foulelfmeter.

"Die Partie in Offenbach wird ein Herzschlagfinale, in dem alles möglich ist", sagte Dresdens Trainer Ralf Loose nach der Partie mit Blick auf den Showdown bei den Kickers: "Wir werden alles versuchen, damit wir noch einmal so eine Mega-Party mit diesem fantastischen Publikum feiern können."

29.394 Zuschauer in der ausverkauften Dresdner Arena sorgten gegen Burghausen für Gänsehautstimmung.

Die Korken knallen noch nicht

Selbst Gäste-Trainer Mario Basler, der nur noch mit Schützenhilfe den Abstieg mit Wacker verhindern kann, war beeindruckt: "Ich drücke beide Daumen für Dynamo. Die Stimmung im Stadion und das Umfeld sind toll."

Die deutlich spürbare Euphorie und der damit einhergehende Druck scheinen den achtmaligen DDR-Meister mehr zu beflügeln als zu lähmen.

"Gegen Burghausen waren wir nicht mehr die Jäger, sondern die Gejagten. Aber auch mit dieser neuen Situation sind wir gut klargekommen", meinte Loose, betonte jedoch: "Die Korken knallen erst, wenn wir in der Zweiten Liga sind."

Wiesbaden hofft auf Schützenhilfe

Das wollen die Wiesbadener mit aller Macht verhindern. Dafür müssen sie jedoch nach dem mühsamen 1:0 (0:0) gegen die TuS Koblenz auch noch bei Werder Bremen II gewinnen und auf hessische Schützenhilfe durch Offenbach hoffen.

"Die Kickers sind zurzeit nicht gut in Form, da geht es drunter und drüber", sagte Mittelfeldspieler Alf Mintzel: "Trotzdem gehen wir mit Spaß ins Finale. Mal schauen, was am Ende dabei herauskommt."

Auch Siegtorschütze Francis Kioyo freut sich auf das Fernduell: "Auf solche Spiele haben wir die gesamte Saison gewartet."

Ahlen lässt Erfurts Traum platzen

Rot-Weiß Erfurt hingegen muss den Aufstieg abhaken: Nach dem 3:4 (3:1) bei Rot Weiss Ahlen haben die Thüringer vier Punkte Rückstand auf Dynamo.

Die abstiegsbedrohten Ahlener wehrte sich gegen Erfurt nach Kräften. Tino Semmer (16.), Marcel Reichwein (24.), Jens Möckel (43.) trafen für die Gäste aus Thüringen, Matthew Taylor (31./53.) und Cihan Özkara (56.) hielten für Ahlen dagegen.

Den Siegtreffer erzielte Manuel Eckel (85.).

Offenbach verliert in Heidenheim

Die Kickers aus Offenbach verpassten nach dem personellen Umbruch am vergangenen Wochenende unter den bisherigen Co-Trainern Manfred Binz und Tobias Dudeck ein Erfolgserlebnis.

Nach dem 1:2 (0:0) beim 1. FC Heidenheim und fünf Zählern Rückstand auf Dresden sind die noch verbliebenen leisen Hoffnungen auf die Relegation geplatzt.

Im Keller bleibt es spannend

Im Tabellenkeller wurde die Abstiegsfrage ebenfalls auf den letzten Spieltag vertagt. Rot Weiss Ahlen (39 Punkte) und Burghausen (37 Punkte) müssen genauso weiterzittern wie Werder Bremen II (36).

Der Tabellenvorletzte hielt die Hoffnungen auf den Klassenerhalt mit dem 1:0 (1:0) beim Absteiger Bayern München II am Leben. Felix Kroos (42.) verhinderte per Foulelfmeter zumindest vorerst den drohenden Abstieg der Hanseaten.

Ahlen sicherte sich dank eines dramatischen 4:3 (1:3) gegen Rot-Weiß Erfurt die beste Ausgangsposition der drei Wackelkandidaten, obwohl man gegen den Aufstiegsaspiranten bereits mit 1:3 zurückgelegen hatte.

Nicht nur Burghausens Coach Basler wunderte sich, "dass man sich in der zweiten Halbzeit noch drei Tore einschenken lässt. Warum auch immer...."

Braunschweig und Rostock schwächeln

Meister Eintracht Braunschweig kam bei seiner Kür bei Carl Zeiss Jena nicht über ein 2:2 (2:2) hinaus, gleiches galt für Mit-Aufsteiger Hansa Rostock mit dem 2:2 (1:0) bei Jahn Regensburg.

In den weiteren Partien trennten sich der VfR Aalen und VfB Stuttgart II 1:1 (0:1), der 1. FC Saarbrücken besiegte SV Babelsberg 3:1 (1:1), der SV Sandhausen und die SpVgg Unterhaching trennten sich 0:0.

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