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Bielefelds Maximilian Ahlschwede (vorn) ist nach der Pleite gegen den VfB enttäscht © imago

Zittersieg für den Topfavoriten, Pleiten für Bielefeld und Oberhausen. Die 3. Liga ist mit einigen Überraschungen gestartet.

München - Die Zweitliga-Absteiger Arminia Bielefeld und Rot-Weiß Oberhausen haben zu Beginn der neuen Saison in der 3. Liga böse Überraschungen erlebt (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Rot-Weiß Erfurt indes setzte gleich ein Ausrufezeichen, während sich Topfavorit SV Wehen Wiesbaden zum Sieg zitterte.

Bielefeld verlor sein Heimspiel gegen die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart mit 1:2 (1:0).

Von Ahlen: "Bitter gelaufen"

"Das ist ganz schade für uns. Aber so bitter, wie dieser Nachmittag für uns auch gelaufen ist, wir müssen dieser jungen Mannschaft die Fehler zugestehen. Wir haben noch einiges an Arbeit", sagte Arminia-Trainer Markus von Ahlen.

Dabei hatte Johannes Rahn die Ostwestfalen in der 17. Minute in Führung gebracht. Doch Christoph Hemlein (65.) und Soufian Benyamina (80.) drehten das Spiel zu Gunsten der Stuttgarter.

Auch Oberhausen patzt

Der unter der Woche in den Bielefelder Aufsichtsrat gewählte Ex-Europameister Thomas Helmer scheint mit der Führungsetage der Arminia noch einiges zu tun zu haben, um das große Ziel Wiederaufsteig zu erreichen.

Auch Oberhausen konnte seiner Favoritenrolle nicht gerecht werden. Mit sieben Neuzugängen in der Startelf verloren die "Kleeblätter" bei Wacker Burghausen mit 2:3 (1:1). Sebastian Glasner traf doppelt für Wacker (25. und 86.). Christopher Kullmanns Anschlusstreffer für RWO in der 91. Minute kam zu spät.

Auftakt nach Maß für Erfurt

Den Erfurtern gelang indes ein Auftakt nach Maß. Das Thüringen-Derby mit Carl Zeiss Jena gewannen die Thüringer klar mit 3:0 (1:0) und setzten sich als erstes Team an die Spitze der dritthöchsten deutschen Spielklasse.

Erfurts Trainer Stefan Emmerling bremste aber aufkommende Euphorie.

"Wir haben teilweise auch nachlässig gespielt", meinte der 45-Jährige: "Ich habe zur Mannschaft gesagt, sie soll sich über den Sieg freuen, aber es gibt eine Menge auszuwerten. Der Sieg ist sicher das eine oder andere Tor zu hoch ausgefallen."

Rote Karte vorentscheidend

Spielentscheidend war eine Tätlichkeit von Jenas Sebastian Hähnge an Marcel Reichwein kurz nach Beginn der zweiten Hälfte.

Die Rote Karte für Hähnge und der Elfmeter für Erfurt bedeuteten die Vorentscheidung. Der überragende Reichwein machte in der 71. Minute mit dem dritten Tor für die Gastgeber alles klar.

Wehens Trainer lobt sein Team

Aufstiegsfavorit SV Wehen Wiesbaden hatte beim 2:1 (0:1) gegen Werder Bremen II große Mühe.

Der von Bayern München II gekommene Neuzugang Steffen Wohlfarth drehte die Partie per Doppelschlag (60. und 63.), nachdem Alexander Hahn (40.) Bremen in Führung gebracht hatte.

"Die Mannschaft hat sich selbst wieder rausgezogen, und dafür muss man ihr ein großes Lob geben. Aber die Abstimmung und die Aggressivität müssen besser werden", meinte Wehens Trainer Gino Lettieri.

Idabdelhay lässt Osnabrück jubeln

Als einziger der drei Zweitliga-Absteiger Absteiger startete der VfL Osnabrück mit einem Sieg in die neues Saison. In Darmstadt erzielte der eingewechselte Fouad Idabdelhay das entscheidende Tor zum 1:0 (0:0) in der 75. Minute.

Der SV Sandhausen feierte beim 2:0 (1:0) gegen den VfR Aalen eine gelungene Generalprobe für das Erstrundenspiel im DFB-Pokal am kommenden Samstag.

Dann reist Borussia Dortmund an. Daniel Schulz (13.) und Frank Löning (61.) trafen für Sandhausen.

Am Freitag hatte der 1. FC Heidenheim mit einem 2:1 (0:1) gegen Kickers Offenbach die Saison eröffnet.

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