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Randalierer aus dem eigenen Block kosteten Dresden seit 2005 300.000 Euro Strafe © getty

Dresden bittet vor dem Nachholspiel gegen Aue randalierende Fans zur Kasse und verhängt Stadionverbote. Die Drittliga-Splitter.

München - Dynamo Dresden hat nach den Krawallen beim Testspiel der zweiten Mannschaft beim nordostdeutschen Regionalligisten Hallescher FC am vergangenen Dienstag Konsequenzen gezogen und drastische Strafen verhängt.

Der Verein ermittelte mit Hilfe der Polizei 26 Randalierer, gegen die bereits Verfahren wegen Landfriedensbruch laufen. Gegen die betreffenden Personen wurden Hausverbote ausgesprochen und Ausschluss-Verfahren aus dem Verein eingeleitet.

Bei den Fans, die während der Partie das Spielfeld gestürmt hatten, handelt es sich um Dynamo-Anhänger im Alter von 18 bis 28 Jahren. Elf von ihnen sind Dynamo-Mitglieder, acht Inhaber einer Dauerkarte.

Der Verein erteilte allen Hausverbot, die Jahreskarten verlieren ihre Gültigkeit. Nach Abschluss des Verfahrens werden alle Randalierer mit deutschlandweiten Stadionverboten für alle Ligen für die Dauer von drei Jahren belegt.

Randalierer sollen zahlen

Außerdem beantragte die Dynamo-Geschäftsführung ein Ausschlussverfahren gegen die Mitglieder. Sollte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) auf die Vorkommnisse mit einer Geldstrafe reagieren, will der Verein diese auf zivilrechtlichem Wege von den Verursachern einfordern.

Erst am Dienstagvormittag hatte das DFB-Sportgericht Dresden wegen wiederholter Ausschreitungen zu einer Geldstrafe von 4000 Euro verurteilt. Zudem dürfen für das Drittliga-Spiel gegen Bayern München II am 14. Februar nur 4500 Tickets verkauft werden, was den Verein weitere Einnahmen in Höhe von 40.000 Euro kostet. Seit 2005 hat der Klub allein an Strafgeldern 300.000 Euro überwiesen.

Auch sportlich geht es für Dresden im Nachholspiel gegen Erzgebirge Aue am Sonntag (LIVESCORES) ans Eingemachte: Dynamo trennt derzeit lediglich das Torverhältnis von einem Abstiegsplatz.

Sport1.de hat weitere Neuigkeiten aus der Dritten Liga zusammengefasst.

Doppelpack für Wuppertal

Wuppertal hat die Mittelfeldspieler Sven Lintjens und Steve Müller verpflichtet. Lintjens, der bereits von Juli 2007 bis Januar 2008 beim WSV unter Vertrag stand, unterschrieb bis zum 30. Juni 2011.

Der ehemalige Profi des SC Paderborn war seit dem Sommer ohne Verein und kurierte zuletzt eine schwere Knieverletzung aus.

Müller kommt vom Ligakonkurrenten Erzgebirge Aue und unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2010. Müller und Lintjens sind die Neuzugänge zwei und drei beim abstiegsgefährdeten WSV. Zuvor hatten die Bergischen Nils Fischer von Arminia Bielefeld bis zum Saisonende ausgeliehen.

Berlin holt Defensivmann

Union Berlin hat sich mit Abwehrspieler Michael Parensen verstärkt.

Der 22 Jahre alte Linksverteidiger wechselt vom Bundesligisten 1. FC Köln an die Spree und unterschrieb bei den Berlinern einen Vertrag bis zum 30. Juni 2010.

"Michael Parensen ist ein sehr talentierter und charakterlich einwandfreier Spieler", begründete Union-Trainer Uwe Neuhaus den Transfer.

Ein Neuer für Braunschweig

Auch Eintracht Braunschweig meldet einen Neuzugang. Der neue Mann heißt Marc Vucinovic und kommt vom Oberligisten SV Bavenstedt.

Nach Auskunft des Vereins erhält der 20-Jährige einen Vertrag bis zum 30. Juni 2011.

In dieser Saison erzielte der Mittelfeldspieler in 14 Spielen bereits beachtliche 16 Treffer.

Eis bremst Stuttgart aus

Das am Sonntag geplante Nachholspiel zwischen dem VfB Stuttgart II gegen Wacker Burghausen fällt erneut aus.

Das entschied die Platzkommission, weil das Spielfeld im Stadion am Degerloch gefroren ist. Ein Nachholtermin steht derzeit noch nicht fest.

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