vergrößernverkleinern
Harter Kampf um den Aufstieg: Fortunas Jovanovic gegen Krösche (Paderborn, r.) © getty

Zum Rückrundenstart der 3. Liga kämpfen sieben Teams um den Aufstieg. Hinter dem Spitzenduo lauert ein ehemaliger Bundesligist.

München - Mit den Aufstiegs-Favoriten SC Paderborn und Union Berlin sowie einer Handvoll weiterer Zweitliga-Aspiranten startet die 3. Liga in die Rückrunde.

Fortuna Düsseldorf eröffnete die zweite Saison-Hälfte am Donnerstag mit einem Sieg gegen Schlusslicht Stuttgarter Kickers.

Das Team von Trainer Norbert Meier gewann zum Auftakt des 21. Spieltags mit 2:0 (1:0) und feierte nach vier Spielen in Folge ohne Dreier wieder ein Erfolgserlebnis.

Die Tore für Düsseldorf erzielten Simon Terodde (10.) und der eingewechselte Marco Christ (76.).

"Aufstieg kein Selbstläufer"

"Wenn man den Aufstiegskampf mit einem 400-Meter-Lauf vergleicht, dann sind wir jetzt erst bei 200 Metern angekommen. Der Aufstieg wird kein Selbstläufer, und das Rennen wird erst auf der Zielgeraden entschieden", sagt Paderborns Trainer Pawel Dotschew.

"Wenn wir unsere zahlreichen Chancen besser nutzen, steigen wir ganz sicher auf."

Auswärtsstärke als Erfolgsrezept

In der ersten Halbserie formte Dotschew 16 neue Spieler (22 mussten nach dem Zweitliga-Abstieg gehen) zu einem homogenen Team.

Vor allem auswärts erwies sich der SC mit bisher sieben Siegen als extrem gefährlich, schoss insgesamt die meisten Tore (38) und stellt in Frank Löning (11 Tore) den bisherigen Top-Torjäger der Liga.

Heimstarke Berliner

Im Gegensatz zum SCP war bei Union Berlin bisher die Abwehr, nur 15 Gegentreffer sind Liga-Spitzenwert, Garant für den unverhofften Aufschwung bis auf den zweiten Platz.

Zudem ist das Team aus der Wuhlheide in der ungeliebten Wahlheimat des Jahnsportparks - die heimische Arena an der Alten Försterei wird renoviert - in elf Spielen unbesiegt (7 Siege) und stellte sich bisher als ungemein stabile Truppe dar.

"Junge, gierige Leute"

"Unsere Mischung ist perfekt. Wir haben junge, gierige Leute, eine aufstrebende Mittelschicht und hungrige Routiniers", sagt Union-Sportdirektor Christian Beeck.

Trainer Uwe Neuhaus fügt an: "Wir haben zwar erst zum Ende der Rückrunde den Aufstieg offiziell als Ziel genannt, intern streben wir diesen aber schon seit Saisonbeginn an."

Mit Michael Parensen, Mischa Welm und Kenan Sahin wurde der Kader noch verstärkt.

Fortuna träumt vom Aufstieg

Erster Anwärter darauf, das im Herbst dominante Führungs-Duo noch vom Aufstiegssockel zu stoßen, ist Fortuna Düsseldorf.

Beim ehemaligen Bundesligisten wird unter dem unaufgeregt-solide arbeitenden Trainer Norbert Meier "weiter der Traum vom Aufstieg" geträumt.

Meier schätzt ein, dass "insgesamt noch sieben Teams für den Aufstieg in Frage kommen. Am Ende wird auch entscheiden, wer die wenigsten Verletzungssorgen hat."

Aalen und Aue sind die Transferkönige

Neben Paderborn, Union und Düsseldorf blicken auch die aktuell drittplatzierten Kickers aus Emden, Kickers Offenbach, die SpVgg Unterhaching und Rot-Weiß Erfurt noch in Richtung Tabellenspitze.

In neue Spieler aber haben in der Winterpause vornehmlich Teams aus der unteren Tabellenregion investiert.

VfR Aalen (12 Abgänge/7 Neue) und Aue (7 Abgänge/10 Neue) tauschten nach bislang enttäuschendem Saisonverlauf fast den halben Kader aus.

Der vom Aufstiegsaspiranten auf einen Abstiegsplatz abgerutschte Wuppertaler SV (6 Abgänge/5 Neue) stand dem wenig nach.

Enttäuschung in Sachsen und Thüringen

Enttäuschend verlief die Saison bisher vor allem für die vier mit großen Ambitionen gestarteten Traditionsteams aus dem Osten. Allenfalls Erfurt erfüllte als Siebter halbwegs die Erwartungen der zahlreichen Thüringer Fans.

Zweitliga-Absteiger Carl Zeiss Jena (10.) setzte sich erst nach Trainerwechsel (Rene van Eck kam für Henning Bürger) von den Abstiegsrängen ab.

Aue (13.) bleibt ebenso in Not wie Dresden (15.), wo auch immer wieder Skandale durch Rowdys aus dem Umfeld für Unruhe sorgen. Das nächste Heimspiel gegen die II. Mannschaft des FC Bayern geht am 14. Februar nach Ausschreitungen unter teilweisem Ausschluss der Öffentlichkeit (nur 4500 zugelassene Zuschauer) über die Bühne.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel