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Francisco Copado spielte bereits von 2000 bis 2005 für Unterhaching © getty

In Teil II des Interviews geht Francisco Coapado auf die Dritte Liga ein. Ein Wechsel zu Zweitligist 1860 wäre nie in Frage gekommen.

Im zweiten Teil des Sport1.de-Interviews spricht Francisco Copado über seine Zukunft in der Dritten Liga, seine Ziele mit der Spvgg Unterhaching und über das Älterwerden im Profi-Fußball.

Sport1.de: Herr Copado, Ihr Comeback bei Unterhaching ist am Sonntag gegen Tabellenführer Paderborn gefährdet.

Copado: Ja, leider sieht es nicht gut aus. Ein Abzess am Oberschenkel musste entfernt werden und weil immer mehr Gewebe aufgefressen wurde, ist das Risiko wohl zu hoch. Aber die Jungs schaffen?s auch ohne mich. Die Vorbereitung im Januar war im spanischen Benhavides jedenfalls optimal und wir haben ja von den ersten vier Spielen der Rückrunde drei zu Hause.

Sport1.de: Wie sehen Sie als erfahrener Profi die Dritte Liga generell?

Copado: Also, die Reisen werden nicht kürzer als in der Ersten Bundesliga... Wie sich das für die einzelnen Klubs wirtschaftlich und finanziell auswirkt, zeigt sich nach dieser ersten Saison. Sportlich sind die Teams auch nur mit Profis besetzt, da ist der Unterschied zur Zweiten Liga nicht allzu groß. Das Niveau ist recht hoch.

Sport1.de: Arbeitet in Ihrem Team kein Spieler wenigstens halbtags?

Copado: Soweit ich weiß nicht. Außer den Schülern und Studenten.

Sport1.de: Sie haben freiwillig auch auf viel Geld verzichtet. Der ganze Jahresetat Unterhachings liegt mit etwa drei Millionen Euro im untersten Drittel. Wie kann man Sie dann bezahlen?

Copado: Ums Geld ging es mir bei diesem Wechsel nie. Wir haben eine Abmachung: Wenn wir aufsteigen sollten, verhandeln wir über einen richtigen Profi-Vertrag. Wichtig war, nach München zurückzukommen.

Sport1.de: Wenn Sie München so lieben ? wollten Sie denn nie zum großen FC Bayern?

Copado: Die haben mir nie ein Angebot gemacht. Aber wäre schon damals lustig gewesen, mit meinem besten Freund und Schwager Hasan Salihamidizic in einer Mannschaft zu spielen....

Sport1.de: Und wollten Sie jetzt nicht bei 1860 wengistens in der Zweiten Liga spielen und trotzdem in München sein?

Copado: Sechzig? Nie und nimmer. Das stand nie zur Debatte. Mit diesem Verein kann ich mich nicht identifizieren! Das Chaos, das die haben, ist eigentlich schade, weil deren Fans so treu sind. Die tun mir leid. Jammerschade, was die alles mitmachen müssen.

Sport1.de: Sie werden im Juli 35 jahre alt, Ihre Mitspieler sind teilweise erst 20. Kommen da Vatergefühle auf?

Copado: Nein, mit den Youngsters zu spielen, das bin ich doch schon von Hoffenheim gewöhnt. Da war ich der Älteste. Hier bei Unterhaching bin ich das nicht einmal, der Ralf Bucher ist sogar schon 36. Und noch zwickt mein Körper nur ab und zu ? ich fühle mich sonst topfit.

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