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Shergo Biran und Kenan Sahin (r.) jubeln über den dritten Sieg in Folge © getty

Mit dem dritten Sieg in Folge setzen sich die Berliner an der Tabellenspitze fest. Carl Zeiss Jena bleibt im Keller stecken.

Berlin - Union Berlin rückt in großen Schritten immer mehr Richtung Zweite Liga, und auch Traditionsklub Fortuna Düsseldorf darf allmählich von der Zweitklassigkeit träumen.

Mit einem 1:0 (1:0)-Sieg beim Wuppertaler SV konnte sich Union an der Tabellenspitze der Dritten Liga mit 49 Punkten ein wenig absetzen.

Dahinter nutzten Düsseldorfs "Starkstrom"-Kicker (43) den erneuten Patzer des SC Paderborn und zogen an den punktgleichen Ostwestfalen vorbei auf Platz zwei. ad

Noch ohne Niederlage in 2009

Macchambes Younga-Mouhani bescherte den Berlinern mit seinem Siegtreffer in Wuppertal den dritten Sieg im dritten Spiel des Jahres.

Damit darf der Klub aus der Hauptstadt nach fünf Jahren auf die Rückkehr in die Zweite Liga hoffen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Dominanz der Gastgeber

Die Berliner, die im achten Duell gegen die Wuppertaler erst den zweiten Sieg einfuhren, sind seit neun Spielen ungeschlagen. Wuppertal verpasste den Sprung aus der Abstiegszone.

Allerdings war der Union-Sieg vor 5.411 Zuschauern im Stadion am Zoo etwas glücklich. Die Gastgeber dominierten vor allem in der ersten Halbzeit das Spiel, vergaben aber eine Vielzahl an Torchancen. Erst nach der Pause kamen die Eisernen etwas besser ins Spiel, ohne allerdings zu überzeugen.

"Kranke" Jenaer straucheln

Carl Zeiss Jena verpasste von einer Grippewelle geschwächt den Sprung ins gesicherte Mittelfeld. Das Team von Trainer Rene van Eck, der auf zahlreiche erkrankte Spieler verzichten und eine ganze Reihe geschwächter Profis aufbieten musste, verlor gegen Bayern München II 0:2 (0:0) und hat nur noch fünf Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge.

Die Tore für die Münchner erzielte Diego Contento in der 82. und Thomas Müller in der 90. Minute.

Handelfmeter nicht gegeben

6.102 Zuschauer im Ernst-Abbe-Sportfeld sahen ein schwaches Spiel, in dem Schiedsrichter Florian Steuer mit zahlreichen umstrittenen Entscheidungen für die größten Aufreger sorgte. So übersah der Referee unter anderem in der 18. Minute ein klares Handspiel von Bayern-Stürmer Maximilian Haas im eigenen Strafraum.

Die beste Chance vor dem Siegtreffer hatten ebenfalls die Gäste, doch Thomas Müller scheiterte mit seinem Schuss am glänzend parierenden Jena-Torwart Carsten Nulle (44.).

"Müssen unter Strom stehen"

Fortuna-Trainer Norbert Meier schien von der Spannung beim 3:2 (1:1)-Sieg am Samstag gegen den SV Sandhausen beeindruckt.

"Wir müssen immer unter Starkstrom stehen, dass hat sich wieder einmal bestätigt", sagte Meier, der nach dem dritten Sieg aus den vergangenen vier Spielen zufrieden mit seinem Team war: "An der Berechtigung unseres Sieges gibt es überhaupt keine Zweifel. Es hat nur eine Mannschaft gespielt - und das waren wir."

Nach dem 0:1-Rückstand durch Danko Boskovic (11.) drehte der Traditionsklub vom Rhein dank eines Sturmlaufes die hitzige Begegnung, in der Sandhausens Leandro nach einer Notbremse die Rote Karte (38.) und Düsseldorfs Deniz Kadah wegen unsportlichen Verhaltens die Gelb-Rote Karte (90.+1) sahen.

Paderborn lässt Chancen aus

Einen Schuss mehr Bissigkeit hätte sich Paderborns Trainer Pawel Dotschew von seinem Team beim enttäuschenden 0:0 gegen Erzgebirge Aue gewünscht. Wie bereits in den vergangenen Wochen versiebten die Stürmer reihenweise beste Einschussmöglichkeiten.

"Das ist Pech oder auch Unvermögen", sagte Angreifer Sercan Güvenisik, der in der 80. Minute frei vor dem Tor den Sieg vergab.

Ausschreitungen in Haching

Wacker Burghausen hat sich derweil erneut als Angstgegner für die SpVgg Unterhaching erwiesen. Gegen den ehemaligen Zweitligisten unterlagen die Münchner Vorstädter mit 0:2 (0:0).

Überschattet wurde das Spiel von Ausschreitungen. Vor Spielbeginn hatten elf Mitglieder der Ultras Unterhaching die Konfrontation mit den rund 500 Anhängern aus Burghausen gesucht.

Einen herben Dämpfer musste unterdessen Rot-Weiß Erfurt hinnehmen. Die Thüringer unterlagen bei Werder Bremen II 1:2 (1:2). Auch Kickers Offenbach hat wohl seine letzte Chance auf einen direkten Wiederaufstieg verspielt. Die Hessen kamen bei Dynamo Dresden nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus.

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