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Unions Christian Stuff (l.) und Michael Bemben feiern den Torschützen Kenan Sahin © getty

Die Berliner setzen ihren Lauf Richtung Zweite Liga fort. Aber auch Fortuna Düsseldorf und Paderborn können Siege einfahren.

Berlin - Union Berlin bleibt in der Dritten Liga auf Aufstiegskurs.

Die "Eisernen" bezwangen am 25. Spieltag im von einem Großaufgebot an Sicherheitskräften begleiteten Ost-Duell den Erzrivalen Dynamo Dresden 2:1 (1:1).

Die Berliner verteidigten ihr Sechs-Punkte-Polster auf Verfolger SC Paderborn.

Kenan Sahin (82.) erzielte den Siegtreffer für Union, nachdem der Tscheche Pavel Dobry die Gäste vor 13.500 Zuschauern im Jahnsportpark in Führung (42.) gebracht hatte, die Shergo Biran (44.) noch vor der Pause ausglich. ad

Paderborn siegt

Der Herbstmeister aus Ostwestfalen ist derweil zurück in der Erfolgsspur.

Das Team des unter Druck geratenen Trainers Pavel Dotschev kam beim 4:1 (1:1)-Auswärtserfolg gegen Rot-Weiß Erfurt zum ersten Rückrunden-Sieg und zog an der bislang zweitplatzierten Fortuna aus Düsseldorf vorbei (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Diese musste trotz des 2:1 (1:0)-Erfolges bei Jahn Regensburg wegen der nun um einen Treffer schlechteren Tordifferenz den Aufstiegsrang gegen den Relegationsplatz tauschen.

Dresdner Anhänger festgenommen

Vor der Partie in Berlin hatte die mit rund 1000 Mann angerückte Polizei acht Dresdener Krawallmacher vorläufig festgenommen. Während des Spiels blieb es im Dynamo-Fanblock mit rund 3000 Anhängern dann aber ruhig.

Peinliches Gegentor für Fortuna

Die Szene des Spieltages lieferte Düsseldorfs Torhüter Michael Melka ab, der aus einem Meter Entfernung bei einem schnellen Abschlag den Regensburger Dennis Grassow am Rücken traf, von wo aus sich der Ball als 16-m-Bogenlampe zum 1:2 ins Tor senkte.

"Das war ein peinlicher Moment", sagte Melka. Und sein Trainer Michael Meier meinte: "Ich bin mit meinem Kollegen Weinzierl einig: Wenn wir das versuchen nachzustellen, schafft das in 1000 Anläufen keiner."

Erfurts Trainer fühlt sich benachteiligt

Ganz entspannt gab sich der in Paderborn nach vier Spielen ohne Sieg unter Druck geratene Trainer Dotschew im Anschluss an den Erfolg in Erfurt: "Ich konnte in Ruhe arbeiten."

Für reichlich Diskussionen sorgte im Steigerwald-Stadion die Rote Karte gegen den Erfurter Jens Möckel (20.) nach einer Rangelei mit Sercan Güvenisik.

Rot-Weiß-Trainer Karsten Baumann schimpfte: "Bei solchen Schiedsrichter-Entscheidungen können wir dasFußballspielen einstellen. Wir wurden während des ganzen Spiels benachteiligt." Am Ende der Partie wurde Baumann wie zuvor schon Co-Trainer Heiko Nowak von Referee Marco Achmüller auf die Tribüne verbannt.

Unterhaching muss Pleite einstecken

Während sich die Aufstiegsfavoriten keine Blöße gaben, verpasste die SpVgg Unterhaching durch ein 1:3 (0:2) beim SV Sandhausen den Anschluss. Kickers Offenbach gewann 2:0 (1:0) gegen Eintracht Braunschweig.

Im Abstiegskampf feierte derweil Wacker Burghausen einen wichtigen 2:0 (0:0)-Erfolg gegen den Wuppertaler SV und zog an Carl Zeiss Jena vorbei, das beim VfB Stuttgart II 0:3 (0:1) unterlag.

Auch Schlusslicht Stuttgarter Kickers (17) darf nach dem 2:0 (0:0)-Auswärtssieg bei Erzgebirge Aue wieder hoffen. Der Rückstand zum 17. Regensburg wurde auf sechs Zähler verringert.

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