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Union-Coach Uwe Neuhaus (M.) spielte für Wattenscheid 09 in der Bundesliga © imago

Union nach Remis in Paderborn weiter auf Zweitliga-Kurs. Die Verfolger lassen Punkte liegen, Emden verliert den Anschluss zur Spitze.

Berlin - Der 1. FC Union Berlin ist der Rückkehr in die Zweite Bundesliga einen weiteren Schritt näher gekommen. Die "Eisernen" erkämpften im Spitzenspiel der Dritten Liga beim SC Paderborn ein 0:0 und hielten damit ihre Konkurrenten auf Distanz.

Der DFB-Pokalfinalist von 2001 behauptete nach dem 16. Spiel in Folge ohne Niederlage seinen Vorsprung von neun Punkten vor dem Zweitplatzierten Paderborn. Union profitierte zudem von den Patzern der Verfolger.

Nachdem am Samstag Fortuna Düsseldorf mit einem 1:1 gegen die Reserve des VfB Stuttgart wichtige Punkte verschenkt hatte, verlor am Sonntag Kickers Emden 1:2 beim SV Sandhausen und nach der fünften Partie ohne Sieg den Kontakt zu den Aufstiegsplätzen.

Enttäuschung bei Meier

Nur noch einen dünnen Vorsprung auf Rang vier hat Düsseldorf. Trainer Norbert Meier war deshalb nach der verpassten Chance gegen den VfB II untröstlich. "Ich bin maßlos enttäuscht", sagte Meier, dessen Team die Partie in der Schlussphase noch aus der Hand gab.

Vor allem an seinen Einwechselspielern ließ Meier kein gutes Haar. "Wenn man eingewechselt wird, muss man mehr bringen", schimpfte der Coach über Olivier Caillas und Marco Christ.

Ohne Elan

Beide Akteure, normalerweise Stammkräfte, saßen nach abgesessener Gelbsperre zunächst nur auf der Bank, wirkten nach ihrer Einwechselung äußerst lustlos.

Die Rheinländer waren vor 10.010 Zuschauern in der Düsseldorfer Arena durch Bekim Kastrati (38. Minute) in Führung gegangen, Clemens Walch (83.) glich kurz vor Schluss für den VfB aus.

Haching holt auf

Durch den Düsseldorfer Ausrutscher und den eigenen 2:1-Sieg gegen die Zweitvertretung von Bayern München hat die SpVgg Unterhaching den Abstand zu Düsseldorf auf einen Punkt verkürzt. Unterhaching gewinnt erneut

"Wir wollen uns die Chance auf Rang drei erhalten, ansonsten aber nur von Spiel zu Spiel denken", sagte Hachings Trainer Ralph Hasenhüttl.

Robert Zillner (40.) und Thomas Rathgeber (67.) sorgten mit ihren Toren dafür, dass Hachings Serie ohne Niederlage gegen den Lokalrivalen auch im achten Ligaspiel seit 1994 hielt.

Daniel Sikorski (50.) traf für die Reserve des Rekordmeisters. Bei Bayerns Trainer Hermann Gerland hielt sich die Enttäuschung in Grenzen: "Ich würde Ralph Hasenhüttl den Aufstieg gönnen. Dann kann ich in der kommenden Saison ins nahe gelegene Unterhaching fahren und mir immer die zweite Liga ansehen."

Weiter ohne Sieg

Vor 12.597 Zuschauern in Paderborn konnten die Gastgeber erneut nicht überzeugen.

Die Mannschaft von Pawel Dotschew zeigte vor allem im Abschluss immer wieder Schwächen, blieb auch im vierten Spiel in Folge sieglos und hat nur drei Punkte Vorsprung auf einen Relegationsplatz.

Paderborn verlor zudem in der 87. Minute Toni Wachsmuth, der nach einer Tätlichkeit die Rote Karte sah (Ergebnisse und Tabelle).

Emden führte in Sandhausen nach einem Tor von Bernd Rauw (22.) mit 1:0, doch Jan Fießer (37.) und Nico Müller (51.) drehten noch das Spiel.

Trainer wird laut

Eine Explosion von Trainer Heiko Weber rettete Erzgebirge Aue den 2:0-Sieg gegen Burghausen.

In der ersten Halbzeit enttäuschte die Gastgeber auf der ganzen Linie, so dass der Coach in der Halbzeit zur Standpauke ansetzte - mit Erfolg.

"Wie die Mannschaft sich in der zweiten Halbzeit aufgeopfert hat, das hat mich schon beeindruckt", so Weber. Marc Hensel (68.) und Aziz Bouhaddouz (73.) sicherten mit ihren späten Treffern den Sieg für Aue.

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