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Berlins Kenan Sahin (l.) setzt sich gegen Hamza Cakir und Claus Costa durch © getty

Nach einem Sieg vor Rekordkulisse kann Berlin den Aufstieg kommende Woche perfekt machen. Bayern II gewinnt in Regensburg.

München - Union Berlin ist in der Dritten Liga kurz vor dem Ziel.

Berlin gewann das Topspiel bei Fortuna Düsseldorf vor der Drittliga-Rekordkulisse von 27.375 Zuschauern durch ein Tor von Karim Benyamina (75.).

Durch den 1:0-Sieg führt Union die Tabelle nach dem 18. Spiel in Folge ohne Niederlage mit 70 Punkten souverän an (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Bereits am Samstag könnte "Eisern" Union mit einem Sieg gegen die SpVgg Unterhaching die Zweitliga-Rückkehr perfekt machen. Voraussetzung ist allerdings, dass Düsseldorf nicht beim Wuppertaler SV gewinnt.

"Ein Riesenschritt"

"Das war ein Riesenschritt Richtung Aufstieg. Es war keines unserer besseren Spiele, aber nur die Punkte zählen in solch einem wichtigen Spiel", sagte Union-Trainer Uwe Neuhaus.

Sein Düsseldorfer Kollege Norbert Meier lobte die "hohe Effektivität" des Gegners: "Dass sie ihre einzige Chance nutzen, zeichnet Berlin als echte Spitzenmannschaft aus."

Bayern II siegt in Regensburg

Im zweiten Sonntagsspiel bezwang die Zweite Mannschaft des FC Bayern München Gastgeber Jahn Regensburg 2:1.

Nach dem Führungstor von Tobias Zellner (11.) wendeten Holger Badstuber (28.) und Thomas Müller (60.) das Blatt.

Die Mannschaft von Hermann Gerland verbesserte sich durch den Sieg auf Platz fünf, Regensburg muss als Fünfzehnter mit drei Punkten Vorsprung auf die Abstiegsplätze weiter um den Klassenverbleib zittern.

Paderborn hadert mit dem Rückschlag

Einen Rückschlag erlitt auch Aufstiegsaspirant Paderborn durch das überraschende 1:2 gegen Dynamo Dresden am Samstag.

Der SC hat nun nur noch einen Punkt Vorsprung auf die SpVgg Unterhaching, die 1:0 gegen Kickers Offenbach gewannen (Unterhaching schnuppert am Aufstieg). "Nun wird der Druck immer größer. In dieser Situation müssen wir sehr stark sein", sagte Paderborns Trainer Pawel Dotschew.

Er haderte vor allem mit der "unerklärlich schwachen Leistung" in der ersten Halbzeit, seine Mannschaft habe da ohne Emotionen gespielt und erst nach dem Wechsel ihr wahres Gesicht gezeigt.

Dynamo-Coach Ruud Kaiser dagegen war nach dem Sieg, der praktisch den Klassenerhalt bedeutet, sehr erleichtert: "Wenn wir in der kommenden Saison so durchspielen wie in dieser Rückrunde, dann können wir nach ganz oben schauen."

Hachings Kapitän schielt nach oben

Unterhachings Kapitän Ralf Bucher tut das nach dem Sieg seines Teams schon jetzt: "Wer aufsteigen will, muss diese Spiele gewinnen. Es ist ein weiter Weg, aber wir haben einen guten Trend."

Trainer Ralph Hasenhüttl wollte dagegen aufgrund des "schweren Restprogramms" nicht vom Aufstieg reden.

In Stuttgart gehen die Lichter aus

Bei den Stuttgarter Kickers gehen indes nach dem 0:1 gegen Wuppertal und acht Punkten Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze langsam die Lichter aus.

"So lange wir rechnerisch noch in der Dritten Liga bleiben können, wird hier keiner aufgeben, das verspreche ich", erklärte allerdings der neue Trainer Rainer Kraft nach seinem zweiten Spiel auf der Kickers-Bank.

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