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Anton Fink (l.) bejubelt einen seiner 18 Treffer für Unterhaching mit Thomas Rathgeber © getty

Unterhachings Anton Fink ist der Top-Torjäger der Dritten Liga. Mit dem Tabellendritten tritt er nun bei Union Berlin an.

Von Jürgen Blöhs

München - Es ist erst seine erste Saison als Stürmer, umso überraschender führt Anton Fink die Torschützenliste der Dritten Liga an.

"Das überrascht mich auch", hat der 21-Jährige keine Erklärung für seine Treffsicherheit. Aber "das will ich mir nicht allein zuschreiben, ohne die Mannschaft hätte ich das nie geschafft".

Mit der SpVgg Unterhaching liegt Fink derzeit auf dem Relegationsplatz.

Ein Thema ist die Zweite Liga vor dem Topspiel bei Spitzenreiter Uniion Berlin (Sa., ab 14 Uhr LIVESCORES ) nicht: "Wir haben schon einmal vom Aufstieg geredet und dann drei Mal in Folge verloren", mahnt Fink in einem Gespräch mit Sport1.de zur Vorsicht.

"Ich will das nicht wissen"

Natürlich ist dem Youngster klar, dass seine Treffsicherheit nicht verborgen geblieben ist. Starkes Interesse sollen der VfB Stuttgart und Nachbar 1860 München an dem Torjäger haben.

Ihm egal: "Ich habe noch einen Vertrag bis 2010", so Fink. "Meinem Berater habe ich gesagt, ich will das nicht wissen. Ich habe mit der Spielvereinigung noch sechs Spiele vor mir. Danach muss man sich dann zusammensetzen."

Dem Ziel Aufstieg ordnet Fink alles unter.

Sport1.de: Herr Fink, Sie führen mit 18 Treffern die Torschützenliste der Dritten Liga an, dabei sind Sie eigentlich von der Historie her ein offensiver Mittelfeldspieler. Haben Sie eine Erklärung für die Treffsicherheit?

Anton Fink:Das überrascht mich auch. Ich wurde erst vor der Saison überhaupt zum Stürmer gemacht. Aber ich will mir allein nicht zuschreiben. Ohne die Mannschaft hätte ich das nicht geschafft.

Sport1: Mit Robert Zillner bilden Sie auch das torgefährlichste Duo der Liga. Sechs Mal haben Sie sich bisher gegenseitig zu Treffern aufgelegt. Ein idealer Partner für Sie?

Fink: Ja, mit dem "Zille" versteh' ich mich gut, auch außerhalb des Platzes.

Sport1: Ihre Leistungen sind anderen Klubs nicht verborgen geblieben. Der VfB Stuttgart, Nachbar 1860 München, der FC Augsburg sollen starkes Interesse an einer Verpflichtung haben. Ist man schon auf Sie zugekommen?

Fink: Mit meinem Berater haben sicher schon einige Vereine gesprochen. Ich habe ihm gesagt, ich will das nicht wissen. Das interessiert mich im Moment nicht. Ich habe mit der Spielvereinigung noch sechs Spiele vor mir. Danach muss man sich dann zusammensetzen.

Sport1: Zweite Liga könnten Sie ja auch mit Unterhaching spielen. Wie beurteilen Sie die Chancen, aufzusteigen? (Unterhaching schnuppert am Aufstieg)

Fink: Vom Restprogramm sieht es nicht schlecht aus. Wir haben noch ein vermeintlich schweres Spiel mit Union Berlin. Danach kommen Teams aus den unteren Tabellenrängen, aber auch die Spiele muss man erst mal gewinnen. Wir denken nur noch von Spiel zu Spiel. Wir haben schon einmal während der Saison vom Aufstieg geredet und dann drei Mal in Folge verloren. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Sport1: Am Samstag ist das von Ihnen angesprochene Spiel bei Union, das seit dem Hinspiel in Unterhaching 18 Spiele in Folge nicht verloren hat. Dazu kommt, dass die Berliner nicht mehr so ganz unter Druck stehen, da der Aufstieg so gut wie sicher ist. Ein gutes Omen?

Fink: Nein, ich denke, die werden brennen. Die sind seit jetzt so lange ungeschlagen und werden auch gegen uns gewinnen wollen, um den Aufstieg so früh wie möglich sicher zu machen.

Sport1: Derzeit stehen Sie auf dem Relegationsplatz. Schauen Sie schon mal, welcher Klub aus der Zweiten Liga einem da am liebsten ist?

Fink: Nein. Wir müssen uns ganz auf uns konzentrieren, und wenn es dann so weit ist, ist immer noch Zeit genug. Wir sind auf jeden Fall bereit für die Zweite Liga.

Sport1: Sie sind mit 21 Jahren noch jung, da dürfen wir von Ihnen noch große Dinge erwarten?

Fink: Ich hoffe es. Wichtig ist, von Verletzungen verschont zu bleiben, dann wird man sehen.

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