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Marco Gebhardt (l.) erzielt für Berlin 6 Tore - im Spiel gegen Unterhaching blieb er blass © imago

Bei den Berlinern hält sich der Frust über den vergebenen Matchball zum Aufstieg in Grenzen. Im Abstiegskampf zeigt Jena Charakter.

München/Berlin - Trotzreaktion statt Tränenmeer: Bei Union Berlin hielt sich der Frust über den vergebenen Matchball zum Aufstieg in die 2. Bundesliga in Grenzen.

"Jetzt müssen wir es halt in der kommenden Woche beim SV Sandhausen nachholen", sagte Trainer Uwe Neuhaus.

Sein Team hatte am 33. Spieltag durch die 0:1 (0:1)-Niederlage gegen die SpVgg Unterhaching die vorzeitige Rückkehr in das Unterhaus verpasst.

Dank des Kopfballtores von Roman Tyce (20.) rückte Unterhaching auch wegen des 0:2-Patzers des SC Paderborn bei Eintracht Braunschweig auf Platz zwei vor.

Abstiegskampf immer spannender

Der Abstiegskampf wird nach Siegen von Carl-Zeiss Jena, Wacker Burghausen, Jahn Regensburg und Schlusslicht Stuttgarter Kickers immer spannender.

"Natürlich hätten wir heute gerne den Sack zugemacht, doch es hat nicht sollen sein", sagte Unions Sportlicher Leiter Christian Beeck nach der Pleite gegen Unterhaching.

10.000 Union-Fans boten im Jahnsportpark eine tolle Kulisse, die Aufstiegsfeier aber fiel aus.

"Ich glaube nicht, dass der Druck für unsere Spieler zu groß war", sagte Neuhaus, dessen Team bei noch fünf Spielen die Tabelle mit zehn Punkten Vorsprung weiter souverän anführt.

Wir hatten viele Chancen, doch heute fehlten uns die Tore."

Unterhaching der Beginn und das Ende der Serie

"Es war keine Nervensache. Unterhaching liegt uns nicht", betonte Unions Präsident Dirk Zingler.

Bereits das Hinspiel hatten die "Eisernen" mit 0:1 verloren und anschließend eine Erfolgsserie von 18 Spielen ohne Niederlage gestartet, ehe Unterhaching die Serie am Samstag wieder beendete.

Die Hachinger erkämpften ihren sechsten Erfolg in Folge mit viel Glück, weil die Berliner im zweiten Durchgang eine Vielzahl von Top-Chancen vergaben.

"Der Druck lag bei Union", sagte Trainer Ralph Hasenhüttl und fügte an: "Die steigen trotzdem auf. Ich habe schon gratuliert."

Gäste auf Zweitliga-Kurs

Mit nunmehr 60 Punkten rückten die Bayern auf den zweiten direkten Aufstiegsplatz vor, weil der dort lange etablierte SC Paderborn (58) in Braunschweig beim 0:2 (0:1) die zweite Niederlage in Folge kassierte (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Fortuna Düsseldorf (56) war bereits am Freitag im West-Derby beim abstiegsbedrohten Wuppertaler SV nicht über ein 0:0 hinausgekommen und verliert langsam den Kontakt zu den Aufstiegsplätzen.

Burghausen gewinnt dank Elfmeter

Im Abstiegskampf bliesen die Kellerkinder zur Attacke. Zweitliga-Absteiger Jena kämpfte den Vorletzten Werder Bremen II nach 0:1-Pausenrückstand noch 3:1 nieder.

Den Sieg sicherte Salvatore Amirante per Doppelpack (68. und 75.) und Trainer Marc Fascher fand: "Wir haben den Sieg erzwungen. Kompliment an die Mannschaft, wie sie ins Spiel zurückfand. Wir sind glücklich über die drei Punkte. Man sieht ja, wie eng das in der Tabelle ist."

Einen Punkt hinter Jena (36) reihte sich Burghausen (35) nach einem 1:0 (0:0) im zweiten direkten Abstiegsduell gegen VfR Aalen (35) als 17. auf dem letzten Nichtabstiegsplatz ein.

Per verwandeltem Foulelfmeter (51.) schickte Allesandro Belleri die um drei Tore schlechteren aber punktgleichen Aalener auf einen Abstiegsrang.

Regensburg mit wichtigem Auswärtssieg

Schlusslicht Stuttgarter Kickers (28) schöpfte dank des 2:1 (1:1) bei den zuvor in sechs Spielen fünfmal siegreichen Sachsen von Dynamo Dresden (42) neue Hoffnung.

"Das Erfolgserlebnis haben wir gebraucht. Wir haben uns noch nicht aufgegeben", sagte Kickers-Coach Rainer Kraft.

Regensburg (38) landete im Abstiegskampf einen wichtigen 2:1 (1:1)-Auswärtssieg beim VfB Stuttgart II.

Kickers Emden gewann sein Heimspiel gegen Rot-Weiß Erfurt 1:0 (1:0) und die Kickers aus Offenbach mussten sich in heimischer Arena dem SV Sandhausen 0:3 (0: 1) geschlagen geben.

Zum Abschluss des Spieltages setzte sich am Sonntag Erzgebirge Aue bei Bayern München II 3:2 (3:0)

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