Bei Dynamo Dresden spitzt sich die Finanzkrise weiter zu. Nachdem sich die Stadt Dresden am Wochenende nicht darauf verständigen konnte, den Klub bei der Nutzung des modernisierten Rudolf-Harbig-Stadions finanziell zu entlasten, droht dem Traditionsverein nach eigenen Angaben die Insolvenz.

"Wenn es weiter keine Lösung gibt, ist die Insolvenz möglich", sagte Dresdens Hauptgeschäftsführer Stefan Bohne . Der achtmalige DDR-Meister hatte bis zuletzt auf einen Zuschuss durch die Stadt gehofft, da sonst durch das Stadion ein Defizit von 1,7 Millionen Euro entstehe.

Der Finanzausschuss des Dresdner Stadtrates hatte am Freitag die Entscheidung über einen Zuschuss allerdings zunächst vertagt und an den Stadtrat verwiesen. Dessen nächste Sitzung ist am 10. März.

Probleme sieht Bohne nun bei dem Lizenzantrag für die neue Saison, den der achtmalige DDR-Meister bis Montag DFB einreichen muss. Darin enthalten ist das Minus von 1,7 Millionen Euro.

"Wir hoffen, dass der DFB Verständnis für unsere Lage hat und wir die Lizenz erhalten", sagte Bohne.

Der Klub gab die Nutzungskosten der neuen Arena mit jährlich 2,2 Millionen Euro an. Die Stadt geht von anderen Zahlen aus und hat unter anderem auch deshalb bislang eine weitere Unterstützung verweigert.

Nach Angaben der Kommune liege das Minus lediglich bei rund 300.000 Euro.

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