Fußball verkehrt in Wehen. Zahlreichen Zuschauern wurde beim Spitzenspiel der Dritten Liga am Sonntag zwischen dem SV Wehen Wiesbaden und Hansa Rostock (1:2) der Zutritt zum Stadion verwehrt. Schuld war ihr Wohn- bzw. Geburtsort.

Gastgeber Wehen hatte die Auflage des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), die Fans von Hansa Rostock auszusperren, mit einem fragwürdigen Postleitzahlen-System umgesetzt. Das bericht "Spiegel online".

Fans, die außerhalb der Postleitzahlenbereiche 60, 61 bis 65, 55, 56 und 34 bis 36 wohnen oder dort geboren sind, erhielten keinen Zutritt in die Arena. Demnach wären auch Fans aus Bremen, Stuttgart oder München nach einem Blick in ihren Personalausweis nicht reingekommen.

"Wir haben rund 20 Beschwerden erhalten", sagte ein Sprecher der Wiesbadener und verwies auf die Auflagen des DFB. Man habe keine andere Wahl gehabt, als das Urteil zu akzeptieren und die Maßnahmen umzusetzen. Dass es dabei zu Unannehmlichkeiten gekommen ist, täte ihm leid.

Der DFB bestätigte zwar, das Postleitzahlen-Konzept abgenickt zu haben, verwies ansonsten aber auf den Gastgeber. Es liege am Verein, das Hausrecht umzusetzen.

"Die Umsetzung des Urteils hier in Wiesbaden hat sehr gut funktioniert", sagte Norbert Weise, stellvertretender Vorsitzender des DFB-Kontrollausschusses, der selbst vor Ort war: "Der Verein und die Ordnungskräfte haben im Vorfeld und am Spieltag selbst alles dafür getan, dass die disziplinarischen Maßnahmen gegen Hansa Rostock greifen und haben so die Forderungen des DFB erfüllt."

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