Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird bei den Spielen von Zweitliga-Aufsteiger Dynamo Dresden künftig noch genauer hinsehen als bisher.

"Es wird das ein oder andere Risikospiel mehr geben in der 2. Liga. Darunter fallen unter anderen mit Sicherheit alle Duelle der Dresdner gegen ostdeutsche Mannschaften", sagte Helmut Spahn, der Sicherheitsbeauftragte des DFB in einer Gespräch mit der "Welt": "Wir werden die Auftritte der Dresdner mit erhöhter Sensibilität verfolgen."

Zugleich räumte Spahn aber ein, dass sich die Lage mit den Fans des achtmaligen DDR-Meisters durchaus gebessert habe. Vor fünf bis sechs Jahren sei "die Sicherheitslage wesentlich angespannter als jetzt" gewesen.

Sorgen machte dem Sicherheitsbeauftragen trotzdem das Verhalten der Dynamo-Anhänger nach dem Sieg im Relegations-Rückspiel beim VfL Osnabrück (3:1), bei dem der frühere Bundesligist die Rückkehr in die 2. Liga perfekt machte.

Während des Spiels habe es Szenen gegeben, "die uns beim DFB nicht gefallen haben", sagte Spahn und mahnte: "Wir erwarten von der Vereinsführung, dass sie ganz klar gegenüber ihren Fans artikuliert, was der Klub von ihnen erwartet. Verfehlungen darf der Klub von vornherein nicht dulden."

In Osnbarück waren die Fans über die Zäune geklettert und drängten noch vor dem Abpfiff auf den Rasen, um dort mit der Mannschaft zu feiern.

Nach Spielschluss wurde im Stadion an der Bremer Brücke außerdem Pyrotechnik abgebrannt. Im Umfeld des Spiels kam es zudem zu 14 vorläufigen Festnahmen, von denen aber auch Osnabrücker Fans betroffen waren.

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