Der finanziell schwer angeschlagene Drittligist SV Babelsberg darf nicht auf eine Bürgschaft durch die Stadt Potsdam hoffen.

Dies erklärte der Potsdamer Oberbürgermeister Jann Jakobs am Mittwochabend im Hauptausschuss der Stadt.

Die Stadt dürfe nach Kommunalrecht dem Klub diese Sicherheit nicht geben, hieß es im Ausschuss. Am Montag hatte der Babelsberger Präsident Rainer Speer erklärt, dass der geplante Gesamtetat von 2,7 Millionen Euro bislang nur zur Hälfte gedeckt sei.

Offenbar fehlen dem Drittligisten, der die vergangene Saison als Verein mit dem geringsten Etat als Tabellen-13. abschloss, 1,5 Millionen Euro.

Bis zum 1. Juni muss das fehlende Geld beim DFB nachgewiesen werden, ansonsten droht die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens und der damit verbundene Zwangsabstieg.

Speer ist unterdessen offenbar zu einem Rücktritt bereit. "Wird ein geeigneter Nachfolger gefunden, kann ich mir einen Rücktritt vorstellen", sagte Speer der "Märkischen Allgemeinen Zeitung": "Meine Entscheidung hängt davon ab, mit welcher Führungsmannschaft es weitergehen soll."

Der Babelsberger Aufsichtsrat, der sich am Mittwochabend traf, um über eine Ablösung des Vorstandes um Speer zu beraten, verschob erst einmal eine Entscheidung.

Aufsichtsratsmitglied Thomas Bastian sagte den "Potsdamer Neuesten Nachrichten", dass eine Entscheidung zum künftigen Vorstand nach dessen Anhörung bei einer weiteren Sitzung am kommenden Montag fallen werde. Es müsse aber neue Gesichter geben.

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