Der finanziell angeschlagene Fußball-Drittligist SV Babelsberg ist gerettet.

Wie Präsident Thomas Bastian am Mittwochmittag bestätigte, habe sich der Klub mit einem Kreditinstitut (DKB-Bank) über die notwendige Bankbürgschaft geeinigt und die Lizenzunterlagen fristgerecht beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) eingereicht.

Am Nachmittag teilte Bastian dies auch den jubelnden Fans im Karl-Liebknecht-Stadion mit. Die Frist lief um 15.30 Uhr ab, nun entscheidet der DFB über die Erteilung der Lizenz.

Erst am Montagmittag waren die Verhandlungen mit dem Kreditinstitut abgeschlossen worden. Zusammen mit dem Beschluss der Stadt Potsdam, dem Verein mit einem Zuschuss von 700.000 Euro helfen zu wollen, konnte der Verein das Etatloch schließen.

"Die Bank hat die Bürgschaft nur gegeben, weil die Stadt zugesichert hat, dem Verein ebenfalls zu unterstützen", sagte Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs.

"Wir sind uns einig geworden und wollen jetzt die 3. Liga angehen", hatte Bastian nach den Verhandlungen mit der Bank gesagt. Über die Höhe der Bürgschaft gab es zunächst keine Auskunft.

Am Montag vergangener Woche hatte der damalige SVB-Präsident Rainer Speer erklärt, dass der geplante Gesamtetat in Höhe von 2,7 Millionen Euro nur zur Hälfte gedeckt sei.

Eine Woche später war der ehemalige brandenburgische Innenminister von seinem Amt zurückgetreten und Thomas Bastian zum neuen Präsidenten gewählt worden.

Fans und Verein hatten seit Bekanntwerden der Etatlücke große Anstrengungen unternommen, den Verein zu retten. So war durch Spenden und Fanbürgschaften innerhalb der kurzen Zeit eine sechsstellige Summe zusammengekommen.

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