Nach den schweren Ausschreitungen bei Rot-Weiß Erfurt haben die Verantwortlichen von Darmstadt 98 Konsequenzen für die Täter und eine schnelle Analyse der Vorfälle angekündigt.

"Wir werden es nicht zulassen, dass derartige Aktionen unser positives Image in Frage stellen, welches in der jüngeren Vergangenheit gemeinsam aufgebaut wurde", sagte Vize-Präsident Rüdiger Fritsch und ergänzte:

"Wir verurteilen jegliche Gewalt und Aggression auf das Allerschärfste. Unsere Fans standen speziell in den vergangenen Monaten für zahlreiche, lautstarke und friedliche Unterstützung unserer Mannschaft."

Bei Krawallen während und nach der Begegnung im Steigerwaldstadion der thüringischen Landeshauptstadt waren am Samstag insgesamt 55 Personen verletzt worden.

Darunter befanden sich neben 39 Polizeibeamten auch Mitarbeiter des Rettungs- und Ordnungsdienstes.

Kurz vor dem Anpfiff der zweiten Halbzeit war es vom Gästeblock der Darmstädter ausgehend zu massiven Angriffen auf Ordner und Polizei gekommen, später überwanden die Fans beider Lager die Absperrungen ihrer Blöcke, es kam zu einer Massenschlägerei hinter einer Tribüne. Die Polizei konnte die Situation nur mit großer Mühe lösen und musste Pfefferspray einsetzen, um die Hooligans voneinander zu trennen.

Die Verantwortlichen von Rot-Weiß Erfurt haben ebenfalls bereits angekündigt, bei den Ermittlungen zu helfen. Ein Bericht des eigenen Sicherheitsdienstes solle dazu ausgewertet werden, bestätigte Präsident Rolf Rombach.

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