Dirk Rasch, Präsident des VfL Osnabrück, hat in einem offenen Brief Äußerungen des niedersächsischen Innenministers Uwe Schünemann (CDU), wonach Fans des Drittligisten Negativ-Beispiele für autonome Fußball-Chaoten seien, zurückgewiesen.

"In den vergangenen Jahren ist es zu keinen größeren Zwischenfällen in Fußballstadien unter Beteiligung von VfL-Fans gekommen, die eine derartige Verurteilung der Osnabrücker Ultraszene rechtfertigen würden", schrieb Rasch.

Zwar räumte er ein, dass "bei verschiedenen Spielen in auswärtigen Stadien seitens der Ultras des VfL Osnabrück Pyrotechnik gezündet wurde" und "dieses Verhalten dem Verein finanziell und bezogen auf das Ansehen großen Schaden" zugefügt habe, die Darstellung Schünemanns sei aber "überzogen" und "ungerechtfertigt".

Schünemann hatte am Montag bei einer Pressekonferenz behauptet, dass das Gewaltpotenzial der Osnabrück-Fans neben dem von Eintracht-Braunschweig-Anhängern in Niedersachsen besonders groß sei.

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