Im Prozess um die Spionage beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden wurde der ehemalige Nachwuchstrainer Michael T. zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten auf Bewährung verurteilt.

Der Angeklagte wurde vor dem Wiesbadener Amtsgericht für schuldig erklärt, im Jahre 2009 unerlaubt auf 40 E-Mails des Vereins zugegriffen zu haben. Nicht nachgewiesen werden konnte, dass er vertrauliche Informationen weitergeben hatte.

Michael T., der den ehemaligen Nachwuchsleiter Bernard Raab für die Spionage verantwortlich machte, wurde weiterhin zu 250 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Raab konnte vor dem Amtsgericht die Anschuldigungen widerlegen.

2009 hatten verschiedenen Medien unter anderem von einer angeblich drohenden Insolvenz des Vereins berichtet und Spielergehälter veröffentlicht. Der damalige Zweitligist stellte daraufhin Anzeige "wegen des Verdachts der Ausspionierung von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen".

Gegen das heutige Urteil erwägt der Verein in Revision zu gehen. Raab ließ offen, persönlich gegen Michael T. zu klagen.

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