Alemannia Aachen muss den bitteren Gang in die Insolvenz gehen. Das teilte der ehemalige Bundesligist und Europapokal-Teilnehmer am Freitag auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz mit.

Der Traditionsverein weist eine Liquiditätslücke von 4,5 Millionen Euro auf.

"Dieser Fehlbetrag würde jeden Monat deutlich mehr werden. Daher ist der Insolvenzantrag unvermeidlich", sagte der Restrukturierungsbeauftragte Michael Mönig am Freitag.

Der Insolvenzantrag werde in der kommenden Woche gestellt. "Ziel ist es, gemäß Insolvenzordnung und DFB-Statuten den Spielbetrieb bis Juni 2013 zu gewährleisten, den Verein über ein Insolvenzplanverfahren zu sanieren und dann befreit in der Regionalliga neu zu starten", teilte der Klub mit.

Bereits Ende Oktober stand Aachen vor dem finanziellen Aus, Geschäftsführer Frithjof Kraemer musste seinen Hut nehmen. Damals hieß es, es sei ein Geldgeber aus den eigenen Reihen gefunden worden.

Der Alemannia fehlten nach nicht bestätigten Angaben kurzfristig über zwei Millionen Euro. In der 3. Liga liegt der Zweitliga-Absteiger nach 17 Spielen mit 16 Punkten auf dem 17. Tabellenplatz.

x
Bitte bewerten Sie diesen Artikel