Trainer Marc Fascher hat beim abstiegsbedrohten Drittligisten Hansa Rostock vor den richtungweisenden Spielen der Saison eine letzte Chance bekommen.

"Wir sind der Ansicht, jetzt nicht zu reagieren. Aber wir beobachten alles. Wir wissen, wie kritisch die Situation ist", sagte Hansa-Aufsichtsratschef Thomas Abrokat der "Ostsee-Zeitung".

Allerdings ist die Jobgarantie vorerst nur auf das Kellerduell beim Tabellenvorletzten Alemannia Aachen am kommenden Freitag (19.00 Uhr) beschränkt.

"Das gilt jetzt bis Aachen. Was in den nächsten Spielen sein wird, darüber kann ich keine Aussage treffen", sagte Sportchef Uwe Vester:

"Ich bin kein Freund von hektischem und aktionistischem Handeln. Und in einer emotionalen Situation trifft man keine guten Entscheidungen."

Nach einer dramatischen Negativserie mit zuletzt 6 von 45 möglichen Punkten stehen die Rostocker vor einer Woche der Wahrheit. Innerhalb von nur acht Tagen tritt der ehemalige Bundesligist gegen die drei letztplatzierten Teams der Tabelle an.

Derzeit hat der auch finanziell angeschlagene Ostseeklub noch sechs Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze.

"Wir brauchen schnell den Klassenerhalt. Dem ist alles untergeordnet. Jetzt müssen die Hausaufgaben gemacht werden", sagte Vester. Insgesamt sei die sportliche Bilanz "total unbefriedigend und entspricht nicht unseren Zielen."

Nach dem 0:2 gegen Arminia Bielefeld am vergangenen Samstag, der neunten Niederlage im zwölften Rückrundenspiel, hatten etwa 150 Hansa-Fans Trainer und Mannschaft auf dem Parkplatz der Rostocker Arena zur Rede gestellt. Dabei sollen sie die Mannschaft aufgefordert haben, eine Entlassung des beliebten Trainers beim Vorstand zu verhindern. Einen Zusammenhang mit der getroffenen Entscheidung wies Vester zurück: "Das war nicht meine Entscheidungsgrundlage."

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