Ein 15 Jahre alter Anhänger von Preußen Münster ist wegen Beihilfe zu einem "Böllerwurf" zu zwei Jahren Jugendstrafe verurteilt worden.

Die Vollstreckung der Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Zusätzlich verhängte die 1. Große Jugendstrafkammer des Landgerichts Münster gegen den Angeklagten einen vierwöchigen Dauerarrest.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Jugendliche am 10. September 2011 vor dem Drittliga-Spiel zwischen dem VfL Osnabrück und Preußen Münster einem anderen Mann einen Böller überreichte.

Jener soll den Sprengkörper im Stadion zur Explosion gebracht und dabei 33 Menschen zum Teil schwer verletzt haben. Der Mann, der den Böller zur Explosion gebracht hat, wurde bereits vom Landgericht Osnabrück rechtskräftig verurteilt.

Die Kammer war nach der Beweisaufnahme überzeugt, dass dem Angeklagten bei der Übergabe des Sprengkörpers bewusst war, dass dieser im Stadion in Richtung der VfL-Fans geworfen werden sollte, und dass er dabei auch die Verletzung einer Vielzahl von Menschen in Kauf genommen habe. Der Angeklagte verzichtete auf eine Berufung.

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