Fußball-Drittligist Rot-Weiß Erfurt hat mit einer drastischen Maßnahme auf die Blamage im Pokal reagiert. Der Klubvorstand kürzte seinen Spielern die Gehälter.

20 Prozent der Nettoeinkünfte des Monats Mai wurden einbehalten. Die Rot-Weißen hatten das Endspiel im Thüringer Landespokal gegen Sechstligist Schott Jena mit 0:1 (0:1) verloren und damit die erste Runde im DFB-Pokal verpasst.

"Es ist wichtig, den Spielern klarzumachen, dass die Folgen dieser Schlappe auch von denen mitgetragen werden muss, die sie verursacht haben", sagte Erfurts Präsident Rolf Rombach, der nach dem Spiel "fix und fertig" war.

Der Klub-Boss hielt mit seiner Enttäuschung nicht hinterm Berg."In Zukunft will ich nie wieder von einer Mannschaft, die unter unserer Fahne auf ein Spielfeld läuft, so etwas sehen."

Die Erfurter hatten die Einnahmen aus der ersten Pokalrunde fest im Etat eingeplant und müssen dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) bis Dienstag erklären, wie der Fehlbetrag ausgeglichen werden soll.

Gelingt das nicht, ist die Lizenz für die kommende Spielzeit in Gefahr. "Ich bin zuversichtlich, dass wir es schaffen werden, die wirtschaftliche Hürde bis Dienstag zu nehmen", sagte Rombach.

Der Klub-Boss ist generell nicht mehr gut auf seine Mannschaft zu sprechen und vermutet einen Angriff gegen seine Person.

"Enttäuscht bin ich im Übrigen auch darüber, dass aus dem Mannschaftskreis eine Spekulation an die Presse getragen wurde, wonach ich zurücktreten würde", sagte der Präsident.

Derlei "Vorgehensweisen" werde er in Zukunft "genau beobachten" und "umgehend ahnden".

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel