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Deutschland mit Klose (M.) siegte bei der EM 2008 1:0 gegen Österreich mit Torwart Macho © getty

Das DFB-Team trifft auf dem Weg zur EM 2012 in Gruppe A auf Berti Vogts' Aserbaidschan, Österreich und die starken Türken.

Warschau - Nach dem internen Machtkampf der letzten Tage gab es bei den Verantwortlichen des DFB am Sonntag im Warschauer Palast der Kultur und Wissenschaft erstmals wieder entspanntere Gesichter.

Die deutsche Nationalmannschaft hat auf ihrem Weg zur Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine trotz einiger brisanter Duelle die erwartet lösbaren Aufgaben erwischt.

Als Kopf der Gruppe A trifft der gesetzte dreimalige Welt- und Europameister auf die Türkei, Österreich, Belgien, Kasachstan und erneut auf Aserbaidschan mit Berti Vogts.

"Wir sind zusammen mit der Türkei Favorit in dieser Gruppe. Ich denke schon, dass wir bei der EM 2012 dabei sein werden", sagte ein optimistischer Bundestrainer Joachim Löw.

"Nach der WM sehen, wie es weitergeht"

Möglicherweise könnte Löw nach den abgebrochenen Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung zum Start der EM-Qualifikation im September aber gar nicht mehr für die DFB-Auswahl verantwortlich sein.

Doch darüber mache er sich "im Moment überhaupt keine Gedanken. Nach der WM wird man sehen, wie es weitergeht."

Emotionale Duelle gegen Türkei und Österreich

Am 18. und 19. Februar soll in der DFB-Zentrale der Spielplan für die EM-Qualifikation erarbeitet werden, die für Deutschland einige besondere Duelle birgt.

Vor allem die Spiele gegen die Türkei, zuletzt bei der Euro 2008 Halbfinalgegner der DFB-Auswahl (3:2), und gegen den Nachbarn Österreich versprechen Emotionen und Brisanz.

Sofort wurden wieder Erinnerungen an die Schmach von Cordoba oder die Schande von Gijon wach.

Zwei Duelle mit deutschen Trainern

Zudem kommt es gegen Kasachstan, gegen die die Deutschen in ihrer langen Länderspielgeschichte noch nie gespielt haben, und Aserbaidschan zu Begegnungen mit deutschen Trainern.

Kasachstan wird vom ehemaligen Stuttgarter Bernd Storck betreut, Aserbaidschan von Ex-Bundestrainer Vogts. Schon in der Qualifiaktion zur WM 2010 hatte Vogts sein Heimatland herausgefordert, war bei beiden Partien aber ohne Chance (0:4/0:2).

"Freuen uns auf die großen Deutschen"

"Wir freuen uns auf die großen Deutschen, von denen wir viel lernen können. Ich bin zufrieden mit der Auslosung. Bei den Spielen gegen die Deutschen können wir viel Geld einnehmen. Das ist wichtig für die Entwicklung des Fußballs in Aserbaidschan", sagte Vogts nach der von Zbigniew Boniek und Andrzej Szarmach sowie Oleg Blochin und Andrej Shevchenko vorgenommenen Auslosung.

Löw sprach angesichts der Begegnungen gegen Vogts und Storck von "einer deutschsprachigen Gruppe". Allerdings seien die Spiele in Aserbaidschan und Kasachstan "logistisch gesehen nicht ganz einfach".

Gegen die Türkei absolvierte die DFB-Auswahl schon acht EM-Qualifikationsspiele, dabei gab es eine Niederlage beim Einstand von Erich Ribbeck am 10. Oktober 1998 in Bursa (0:1).

Deutschland gegen Österreich in der EM-Qualifikation ungeschlagen

Gegen den Erzrivalen Österreich spielte Deutschland bisher zweimal in der EM-Qualifikation (1983: 3:0/0:0).

Der letzte Vergleich fand bei der Euro 2008 in Wien statt: Deutschland gewann das Gruppenspiel durch ein Tor von Michael Ballack 1:0.

Gesprächsstoff liefern aber noch heute das 2:3 bei der WM 1978 in Cordoba/Argentinien und der Nichtangriffspakt beim 1:0 in der WM-Vorrunde 1982 in Gijon/Spanien.

51 Teams kämpfen um 14 Plätze

Als Gruppenkopf entging das DFB-Team Spielen gegen Titelverteidiger Spanien, die Niederlande, Weltmeister Italien, England, Kroatien, Portugal, Frankreich und Russland. Auch mögliche

Duelle gegen die Griechen mit Otto Rehhagel oder die Schweiz mit Ottmar Hitzfeld blieben Deutschland erspart.

Insgesamt kämpfen in neun Gruppen 51 Nationen um die 14 freien Startplätze, die beiden Gastgeberländer Polen und Ukraine sind automatisch qualifiziert.

Die neun Gruppensieger und der beste Gruppenzweite aus den EM-Qualifikationsspielen, die von September 2010 bis Oktober 2011 ausgetragen werden, qualifizieren sich direkt für die EM-Endrunde.

Die acht weiteren Gruppenzweiten ermitteln in Play-off-Duellen im November 2011 die restlichen EURO-Starter.

Die EM-Gruppen im Überblick:

Gruppe A

Deutschland, Türkei, Österreich, Belgien, Kasachstan, Aserbaidschan

Gruppe B

Russland, Slowakei, Irland, Mazedonien, Armenien, Andorra

Gruppe C

Italien, Serbien, Nordirland, Slowenien, Estland, Färöer

Gruppe D

Frankreich, Rumänien, Bosnien- Herzegowina, Weißrussland, Albanien, Luxemburg

Gruppe E

Niederlande, Schweden, Finnland, Ungarn, Moldawien, San Marino

Gruppe F

Kroatien, Griechenland, Israel, Lettland, Georgien, Malta

Gruppe G

England, Schweiz, Bulgarien, Wales, Montenegro

Gruppe H

Portugal, Dänemark, Norwegen, Zypern, Island

Gruppe I

Spanien, Tschechien, Schottland, Litauen, Liechtenstein

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