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Laurent Blanc trainierte vor Frankreichs Nationalelf Girondins Bordeaux © getty

Die Blanc-Elf verpatzt den EM-Quali-Start, Portugal kassiert vier Tore gegen Zypern. Holland, Spanien und England siegen klar.

München - Frankreich erleidet die nächste Blamage, Italien kann sie gerade noch abwenden: Die WM-Versager haben auch in der EM-Qualifikation keine guten Starts hingelegt.

England hielt sich dagegen schadlos - ebenso wie Weltmeister Spanien und Finalist Niederlande.

Einen irrsinnigen Kick gab es in Portugal: Der Gastgeber trennte sich ohne Superstar Cristiano Ronaldo 4:4 von Zwergstaat Zypern. Andreas Avraam schoss in der 89. Minute den Ausgleich für die Zyprioten, die zu Beginn gar mit 1:0 und 2:1 in Führung lagen.

Der entthronte Weltmeister Italien mühte sich zu einem 2:1 (1:0) in Estland und stand beim Pflichtspiel-Debüt des neuen Trainers Cesare Prandelli lange am Rande einer Pleite.

Frankreich verlor ohne vom Verband gesperrte Stars wie Franck Ribery (Bayern München) 0:1 (0:0) gegen die vom deutschen Coach Bernd Stange betreute Auswahl Weißrusslands (DATENCENTER: EM-Qualifikation).

Zweite Niederlage für Blanc

Trainer Laurent Blanc verpatzte durch das Gegentor von Sergej Kisljak (86.) nach dem 1:2 beim Test in Norwegen auch sein erstes Pflichtspiel.

In Tallinn durfte Außenseiter Estland gegen die Italiener nach dem Tor von Sergej Zenjov (32.) von einer Sensation träumen.

Die von Prandellis Vorgänger Marcello Lippi nicht berücksichtigte Skandalnudel Antonio Cassano (60.) und der bei der WM nicht zum Einsatz gekommene Leonardo Bonucci (63.) drehten das Spiel aber noch für die Italiener, bei denen der Stuttgarter Cristian Molinaro in der Startformation stand.

Dreierpacks von Defoe und Huntelaar

Die "Three Lions" kamen dagegen nach einem Dreierpack von Jermain Defoe (2. /61./86.) und einem Treffer von Adam Johnson (83.) zu einem am Ende souveränen 4:0 (1:0) gegen Bulgarien.

Mann des Tages der Niederländer in San Marino war der Neu-Schalker Klaas-Jan Huntelaar. Der Stürmer, vom deutschen Vize-Meister Schalke 04 für 14 Millionen vom AC Mailand verpflichtet, war beim 5:0 (2:0) ebenfalls dreimal erfolgreich (38./48./67.).

Der Hamburger Ruud van Nistelrooy wurde in der 68. Minute eingewechselt und war bei seinem Comeback nach zwei Jahren direkt erfolgreich (90.+1). Dirk Kuyt hatte die Holländer per Strafstoß in Führung gebracht (16.).

Spanien ungefährdet

Spanien kam dank seiner Stürmerstars zu einem ungefährdeten 4:0 (2:0)-Startsieg in Liechtenstein.

Fernando Torres war zweimal erfolgreich (18./54.), David Villa, Torschützenkönig der letzten EM, schoss das 2:0 (26.) und holte mit seinem 44. Länderspieltreffer Spaniens Rekordtorschützen Raul von Schalke 04 ein.

Außerdem war David Silva (62.) für die Furia Roja erfolgreich. Die Iberer begannen mit neun Spielern aus der Startelf des WM-Finales.

Pogrebnyak rettet Russen

Neben Huntelaar und van Nistelrooy trafen zahlreiche weitere Bundesliga-Legionäre - unter anderem auch Bremens Hugo Almeida für Portugal beim Zypern-Spiel.

Der Stuttgarter Pavel Pogrebnyak bewahrte Russland mit seinem Doppelpack (16./64., Elfmeter) zum 2:0 (1:0) beim Fußball-Zwerg Andorra vor einer Blamage beim Pflichtspiel-Debüt des früheren Gladbacher Bundesliga-Trainers Dick Advocaat.

Beim Sieg der Türkei in der deutschen Gruppe A in Kasachstan steuerte der Münchner Hamit Altintop den Treffer zum 2:0 bei (26.).

Bundesliga-Torschützenkönig Edin Dzeko vom VfL Wolfsburg sorgte beim 3:0 (3:0) der Bosnier in Luxemburg bereits in der 16. Minute für den Endstand.

Petric und Olic treffen

Für Kroatien trafen beim 3:0 (1:0) in Riga gegen Lettland gleich zwei Bundesliga-Profis. Der Hamburger Mladen Petric (43.) und der Münchner Ivica Olic (51.) legten mit ihren Toren den Grundstein zum Sieg.

Der Karlsruher Zweitliga-Profi Alexander Iaschwilli traf beim 1:1 (1:0) in Griechenland zur Führung Georgiens. Für die Griechen war es das erste Pflichtspiel nach neunjähriger Amtszeit des deutschen Trainers Otto Rehhagel.

Hyypiä fliegt vom Platz

Dagegen war der Leverkusener Sami Hyypiä der Sündenbock Finnlands.

Der Routinier sah beim überraschenden 0:2 (0:0) der Finnen in der Republik Moldau beim Stande von 0:0 in der 36. Minute die Rote Karte und leitete die Niederlage damit ein.

Irlands Teammanager Giovanni Trapattoni meldete sich mit einem 1:0 (0:0) in Eriwan gegen Armenien auf der Trainerbank zurück.

Der ehemalige Bayern- und VfB-Coach Trapattoni saß wieder auf der Bank der Iren, nachdem er zuletzt aufgrund einer Magen-Operation beim Länderspiel im August kurzfristig passen musste.

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