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Wayne Rooney scheiterte mit England im WM-Achtelfinale 2010 am DFB-Team © getty

Wayne Rooney soll seine schwangere Frau mit einer Prostituierten betrogen haben. Die Berichte überschatten das anstehende Spiel in der Schweiz.

London - Eigentlich hätte im Mutterland des Fußballs nach der WM-Blamage wieder Ruhe einkehren können. Endlich ein Torwart, der Bälle hält. Endlich ein Stürmer, der trifft. Endlich ein Wayne Rooney, der Leistung zeigt.

Das 4:0 (1:0) der Engländer zum Auftakt der EM-Qualifikation gegen Bulgarien nährte die Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Nun aber sorgt eine neuerliche Sex-Affäre um Superstar Rooney vor dem nächsten Auftritt der runderneuerten "Three Lions" am Dienstag in der Schweiz für Unruhe.

Laut Berichten der Zeitungen "News of the World" und "Sunday Mirror" soll Rooney seine Frau Coleen, die zu dieser Zeit schwanger war, vor einem Jahr mehrmals mit einer Prostituierten betrogen haben.

Angeblich hatte Rooney siebenmal innerhalb von zwei Monaten Sex mit der Prostituierten, die sich in den Zeitungen zu der Affäre bekannte.

Schon im Jahr 2004 war Rooney wegen Sex mit Prostituierten in die Schlagzeilen geraten. Seine Jugendliebe Coleen hatte dem reuigen Star von Manchester United damals die Fehltritte vergeben. Diesmal soll dies aber nicht so sein.

"Sie wird mich verlassen"

"Mein Leben liegt in Trümmern. Ich war so dumm. Coleen wird mir diesmal nicht vergeben. Sie wird mich verlassen", zitiert der "Sunday Mirror" das angebliche Geständnis des Stürmers gegenüber einem Freund.

Englische Nationalspieler hatten bereits in der Vergangenheit mit Sex-Affären für Schlagzeilen gesorgt. Zuletzt waren Ashley Cole und Ex-Kapitän John Terry deshalb in die Kritik geraten.

"Held Hart" fordert Konzentration aufs Sportliche

Dennoch soll der 24-Jährige Rooney nach Angaben des englischen Verbandes FA beim Spiel gegen die Auswahl von Trainer Ottmar Hitzfeld in Basel mit von der Partie sein.

Dort soll nach dem Willen der Spieler wieder der Sport im Vordergrund stehen.(DATENCENTER: Die EM-Quali)

"Wir müssen in der Schweiz höllisch aufpassen. Die anderen Teams sind gegen England immer hochmotiviert und wollen unseren Skalp", sagte Torwart Joe Hart, der nach seiner guten Leistung von der Boulevardzeitung "Sun" bereits als "Held Hart" gefeiert wurde.

Viel Lob für Capello

Doch nicht nur der Tausch der WM-Fliegenfänger Robert Green und David James gegen einen "richtigen" Torhüter lässt die Fans und Medien auf der Insel von zukünftigen Erfolgen träumen.

Die drei Treffer von Torjäger Jermain Defoe und die vier Tor-Vorlagen von Rooney beflügeln die Hoffnung, dass der zuletzt heftig kritisierte italienische Startrainer Fabio Capello doch noch eine starke Mannschaft formen kann.

"Wenn die WM Capellos Ruf bekleckert hat, dann begannen die Flecken in diesem Spiel zu verbleichen. Ein beeindruckender Sieg, der auf eine bessere Zukunft hoffen lässt", schrieb die "Times" über den Coach, der aus der Not eine Tugend gemacht hatte und nach deutschem Vorbild einen neuen Jugendstil kreierte.

Generationswechsel eingeläutet

Die verletzten Altstars John Terry, Frank Lampard und Rio Ferdinand wurden durch vergleichsweise namenlose Spieler wie Phil Jagielka, Gary Cahill oder Adam Johnson ersetzt.

Damit scheint die Ära der Generation, die bei großen Turnieren regelmäßig versagte, zu Ende zu gehen - auch wenn die neuen Stars sich noch in Zuückhaltung üben.

"Die erfahrenen Spieler haben sich durch gute Leistungen in den vergangenen Jahren ihren Platz verdient. Es ist also ein wenig gewagt, wenn man sagt, dass die nächste Generation das Kommando übernommen hat", sagte Hart.

Rooney überzeugt auf dem Platz

Für die Medien, die das Team nach dem 1:4 im WM-Achtelfinale gegen Deutschland mit Häme überschüttet hatten, ist die Machtübernahme allerdings bereits vollzogen.

Die Neulinge sollen zukünftig von Rooney, der in seiner neuen Rolle hinter der einzigen Spitze Defoe glänzte, angeführt werden. "Es geht doch! Capello findet endlich die richtige Rolle für Rooney", schrieb die "Sun" und lobte den Coach für die taktische Veränderung.

"Ich habe vor dem Spiel mit Wayne gesprochen. In seiner neuen Position kann er seine Qualitäten noch besser ausspielen", sagte Capello.

Auch Defoe war voll des Lobes. "Es ist immer toll, wenn man mit einem Partner zusammenspielt, der will, dass man noch mehr Tore macht. Nach meinem zweiten Treffer hat Wayne mir gesagt, dass ich noch ein Tor erzielen werde. Und als ich das dritte Tor gemacht habe, hat er mir als erster gratuliert", sagte der Angreifer.

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