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Wayne Rooney (2.v.l.) erzielte das Führungstor für England gegen die Schweiz © getty

Der Stürmer der "Three Lions" gibt eine sportliche Antwort auf seine privaten Probleme. Frankreich siegt in Bosnien-Herzegowina.

München - Vizeweltmeister Niederlande gewann dank des Neu-Schalkers Klaas-Jan Huntelaar, Wayne Rooney führte England zum Sieg, Italien hatte keine Probleme, und auch Frankreich kehrte zurück in die Erfolgsspur:

Europas Fußball-Großmächte haben sich am zweiten Spieltag der EM-Qualifikation keine Blöße gegeben.

Dabei gelang den französischen WM-Versagern endlich der Befreiungsschlag. Vier Tage nach dem 0:1 gegen Weißrussland rehabilitierte sich die "Equipe Tricolore", die in Südafrika nur für Negativ-Schlagzeilen gesorgt hatte, mit einem 2:0 (0:0) in Bosnien-Herzegowina.

Der entthronte Weltmeister Italien fuhr in Florenz mit 5:0 (3:0) gegen die Färöer locker den zweiten Sieg im zweiten Spiel ein.

Für die Niederlande war Huntelaar einen Tag vor seiner offiziellen Vorstellung bei Schalke 04 mit zwei Toren der Matchwinner beim 2:1 (2:1) gegen Finnland.

Englands Star Rooney gab beim 3:1 (1:0) in der Schweiz eine sportliche Antwort auf den Wirbel um seine Sex-Affäre und erzielte den Führungstreffer.(DATENCENTER: Die EM-Quali)

Van-Buyten-Doppelpack reicht nicht

In der deutschen Gruppe A reichte den Belgiern ein Doppelpack des Münchners Daniel van Buyten nicht: Die Türkei siegte in Istanbul 3:2 (0:1) und schuf sich damit eine optimale Ausgangsposition für das Gipfeltreffen am 8. Oktober in Berlin mit der DFB-Elf.

Österreich feierte durch zwei späte Tore zum 2:0 (0:0) gegen Kasachstan seinen ersten Sieg.

Eine missglückte Heimpremiere als russischer Nationaltrainer erlebte der ehemalige Gladbacher Bundesliga-Trainer Dick Advocaat. Die "Sbornaja" unterlag in der Gruppe B durch ein Tor von Miroslav Stoch von Fenerbahce Istanbul (27.) mit 0:1 (0:1) gegen WM-Teilnehmer Slowakei.

Bernd Stange musste sich mit Weißrussland in der Gruppe D nach dem 1:0-Coup in Frankreich mit einem 0:0 gegen Rumänien zufrieden geben.

Huntelaar schon mit fünf Qualifikationstreffern

Stürmerstar Zlatan Ibrahimovic führte Schweden in der Gruppe E mit einem Doppelpack zu einem souveränen 6:0 (3:0) gegen San Marino.

Gegen den Fußball-Zwerg hatte Huntelaar am vergangenen Freitag beim 5:0 der Niederländer dreimal getroffen, gegen Finnland legte er zweimal nach:

In der siebten Minute traf der 27-Jährige zum 1:0. Neun Minuten später verwandelte er einen Elfmeter nach einem Foul an seinem Kapitän Mark van Bommel von Bayern München.

Das Team des neuen italienischen Trainers Cesare Prandelli legte bereits in der ersten halben Stunde den Grundstein zum Sieg gegen den krassen Außenseiter.

Alberto Gilardino (11.), Daniele de Rossi (22.) und Antonio Cassano (27.) waren erfolgreich. Nach der Pause schraubten Fabio Quagliarella (81.) und Andrea Pirlo (90.) den Erfolg in eine standesgemäße Höhe.

Rooney mit frühem Treffer

Das erste Erfolgserlebnis für Frankreichs neuen Coach Laurent Blanc machten Karim Benzema (72.) und Florent Malouda (78.) mit ihren Toren in der Schlussphase in Sarajevo perfekt.

In Basel war Rooney bereits in der 10. Minute für das Fußball-Mutterland erfolgreich.

Adam Johnson, der schon beim 4:0 der Engländer zum Auftakt gegen Bulgarien getroffen hatte, erhöhte in der 69. Minute auf 2:0. Die Schweizer von Trainer Ottmar Hitzfeld kamen nur noch zum Anschlusstreffer durch den eingewechselten Xherdan Shaqiri (71.).

Für die Entscheidung sorgte Darren Bent (88.).

Hamit Altintop trifft zum Ausgleich

In Istanbul knüpften die Belgier, bei denen der Gladbacher Logan Bailly im Tor stand, zunächst an ihre gute Vorstellung bei der knappen 0:1-Heimniederlage gegen die deutsche Mannschaft an und gingen durch van Buyten nach Vorlage von Toby Alderweireld in der 28. Minute im Sükrü-Saracoglu-Stadion in Führung.

Die vom Niederländer Guus Hiddink trainierten Türken kamen mit viel Schwung aus der Pause und durch Hamit Altintop von Bayern München bereits in der 48. Minute zum Ausgleich.

Semih Sentürk gelang in der 66. Minute die Führung für den Favoriten, doch van Buyten glich mit seinem zweiten Treffer (69.) postwendend aus.

Auf Arda Turans Treffer (78.) blieb Belgien die Antwort dann aber schuldig.

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