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Cristiano Ronaldo ist seit der EM 2008 Kapitän der portugiesischen Nationalmannschaft © getty

Portugal versucht es nach dem Fehlstart in die EM-Qualifikation mit einem neuen Coach. Auch andere WM-Teilnehmer müssen dringend punkten.

München - Portugal kämpft um die letzte Chance, Ottmar Hitzfeld steht mit der Schweiz genau wie Russland, Griechenland, Frankreich und Tschechien schon mächtig unter Druck:

Am Freitag (ab 17 Uhr LIVESCORES) und Samstag wird zwar erst der 3. Spieltag der EM-Qualifikation ausgetragen, dennoch sind zahlreiche Nationalteams bereits zum Siegen verdammt.

Die Portugiesen haben bereits reagiert.

Nach dem katastophalen Start in die Qualifikation mit nur einem Punkt aus zwei Spielen wurde Coach Carlos Queiroz durch Paulo Bento ersetzt.

Bento erstmals auf Portugals Bank

In der Partie gegen Dänemark braucht der neue Trainer einen Sieg.

"Wir müssen unsere Leistung abrufen - dann werden wir gewinnen", sagte der 41-Jährige.

Rückendeckung erhält Bento ausgerechnet von Jose Mourinho.

Der Coach von Real Madrid, den sich die Portugiesen als Nachfolger von Queiroz gewünscht hatten, sicherte Bento in einem offenen Brief seine Unterstützung zu.

Hitzfeld erwartet "enges Kampfspiel"

Unterstützung erwartet Ottmar Hitzfeld nicht von außen, sondern von seinen Schützlingen.

Nach dem 1:3 gegen England ist für die Schweiz ein Sieg gegen Montenegro Pflicht.

Der Gegner hat jedoch seine ersten beiden Spiele gewonnen, Hitzfeld ist also gewarnt. "Ich erwarte ein enges Kampfspiel", sagte der 61-Jährige, dessen Ruhm in der Schweiz nach dem Vorrunden-Aus bei der WM und der Niederlage gegen England zu verblassen droht.

Zudem ist der Einsatz von Torwart Diego Benaglio vom VfL Wolfsburg wegen einer Adduktorenverletzung fraglich.

Franzosen setzen auf Mentaltrainer

Der Ausfall von Franck Ribery ist für die Franzosen schon lange Gewissheit. Schließlich ist der Bayern-Star nicht nur verletzt, sondern wegen des WM-Skandals auch noch ein letztes Mal gesperrt.

Mehr Sorgen als das Fehlen Riberys macht der Equipe Tricolore vor dem Spiel gegen Rumänien, das erst am Samstag ausgetragen wird, aber der Heimkomplex. Seit fast einem Jahr haben die Franzosen im Stade de France in St. Denis nicht mehr gewonnen.

Nicht zuletzt deshalb hat Trainer Laurent Blanc einen Mentaltrainer in seinen Betreuerstab geholt. Sollte diese Maßnahme greifen, hat der Weltmeister von 1998 nach dem 0:1 gegen Weißrussland und dem 2:0 in Bosnien einen großen Schritt aus der Krise gemacht.

Russen und Griechen wollen sich rehabilitieren

Krisenbewältigung ist auch für Russland, Griechenland und Tschechien das Stichwort. Russland will sich für das 0:1 gegen die Slowakei mit einem Erfolg in Irland rehabilitieren.

Gleiches gilt für die Tschechen, die nach dem 0:1 gegen Litauen in Schottland gewinnen wollen.

Erst zwei Punkte haben die Griechen in der Ära nach Trainer Otto Rehhagel in zwei Partien eingefahren. Gegen Lettland soll der erste Sieg her.

Österreich will von DFB-Partie profitieren

Gewinnen wollen auch die Gruppengegner Deutschlands und der Türkei.

Österreich (gegen Aserbaidschan) und Belgien (in Kasachstan) möchten vom Duell der Gruppen-Favoriten in Berlin profitieren.

Denkpause für de Jong

Favorit auf den Sieg in der Gruppe E ist Vize-Weltmeister Niederlande.

In der Partie gegen die Schweden, die wie die Elftal mit zwei Siegen gestartet sind, verzichtet Bondscoach Bert van Marwijk trotz der Verletzung des Hamburgers Eljero Elia freiwillig auf Mittelfeldspieler Nigel de Jong.

De Jong erhielt eine Denkpause, weil er zum wiederholten durch ein grobes Foulspiel aufgefallen ist und seinem Gegenspieler Hartem Ben Arfa in der Premier League das Bein gebrochen hat.

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