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David Villa erzielte Spaniens Führung per Strafstoß © imago

Der Weltmeister setzt sich knapp in Schottland durch. Der Vizeweltmeister feiert einen Kantersieg. Hitzfeld verschafft sich Luft.

München - Spanien hat auf dem Weg zur EM-Endrunde eine weitere Hürde gemeistert.

Ottmar Hitzfeld hat sich mit der Schweiz Luft verschafft, Klaas-Jan Huntelaar schießt die Niederlande zum Sieg und Außenseiter Montenegro schreibt mit einem 0:0 in England ein neues Kapitel seines Fußball-Märchens.

Die negativen Schlagzeilen lieferten serbische Hooligans, die beim Spiel in Italien in Genua Feuerwerkskörper aufs Feld warfen und bereits nach sechs Minuten den Abbruch der Partie gegen Italien provozierten.

Optimalausbeute für den Weltmeister

Welt- und Europameister Spanien feierte einen 3:2 (1:0)-Siegtreffer in Schottland und führt die Tabelle in Gruppe I mit der Optimalausbeute von neun Punkten aus drei Spielen unangefochten an.

Ex-Europameister Tschechien, der in Litauen 2:0 (2:0) gewann und sechs Punkte aufweist, ist nun Spaniens erster Verfolger.

Huntelaar trifft doppelt

Klaas-Jan Huntelaar brachte mit seinen Toren Nummer sieben und acht im vierten Qualifikationsspiel Vizeweltmeister Niederlande auf Kurs zum 4:1 (2:0) gegen Schweden.

Der Schalker traf in Amsterdam in der vierten und 56. Minute. Ibrahim Afellay steuerte die beiden übrigen Tore bei (36. und 59.).

Hitzfeld verschafft sich Luft

Nach dem Fehlstart mit zwei Niederlagen verschaffte sich Ottmar Hitzfeld mit dem 4:1 (2:1) gegen die weiter punktlosen Waliser ein wenig Luft.

Der Nationaltrainer der Schweiz war bereits in die Kritik geraten. Die Eidgenossen verbesserten sich in Gruppe G auf den dritten Platz.

Hitzfeld sah in Basel Treffer durch Lokalmatador Valentin Stocker (8. und 89.), den ehemaligen Stuttgarter und Kölner Marco Streller (21.) sowie Gökhan Inler (82., Elfmeter) bei einem Gegentreffer von Gareth Bale (13.).

Mühevoller Sieg für Frankreich

Frankreich tat sich beim 2:0 (1:0) gegen Luxemburg schwer, obwohl der Außenseiter ab der 54. Minute in Unterzahl spielte.

Montenegro behauptete indes in der Schweizer mit dem torlosen Remis in England die Tabellenführung.

Bondscoach Bert van Marwijk setzte gegen Schweden auch den angeschlagenen Kapitän Mark van Bommel ein und riskierte damit einen neuen Streit mit Bayern München.

Der deutsche Rekordmeister hatte den niederländischen Verband KNVB aufgefordert, den 33-Jährigen umgehend nach München zurückzuschicken, weil er nach dem 1:0 in Moldau am vergangenen Freitag über Knieschmerzen geklagt hatte.

Doch stattdessen stand van Bommel in der Startelf. Oranje baute mit dem vierten Sieg im vierten Spiel die Tabellenführung in der Gruppe E weiter aus.

Schotten wehren sich tapfer

David Villa brachte die Spanier im Glasgower Hampden Park mit einem verwandelten Handelfmeter in Führung (45.).

Zuvor hatte Steven Whittaker, der in der Schlussphase wegen Foulspiels die Gelb-Rote Karte sah (89.), bei einem Schuss von David Silva die Hand zur Hilfe genommen.

Nach einem Treffer von Andres Iniesta (55.) schien die Partie bereits gelaufen, ehe Steven Naismith (58.) und ein Eigentor von Pique (66.) dem Spiel eine überraschende Wende gaben.

Doch der eingewechselte Fernando Llorente sorgte für die Entscheidung.

Hooligans sorgen für Abbruch

In Genua begann das Spiel zunächst mit 25-minütiger Verspätung, weil serbische Hooligans Knallkörper auf das Feld geworfen hatten.

Und nur wenige Minuten nach dem Anpfiff brach der schottische Schiedsrichter Craig Thomson die Partie nach Beratungen mit dem UEFA-Beobachter endgültig ab.

Russland übernimmt Spitze

In der Gruppe B übernahm Russland mit dem ehemaligen Bundesliga-Trainer Dick Advocaat durch ein 1:0 (1:0) in Mazedonien die Tabellenführung.

Der bisherige Spitzenreiter Slowakei kam über ein 1:1 (1:1) gegen Irland nicht hinaus.

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