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Rio Ferdinand (r.) hadert mit Englands Remis gegen Montenegro © getty

Das Remis gegen Montenegro schockt die "Three Lions". In der Schweiz gibt es trotz Sieg Aufregung um Frei. Portugal kommt in Fahrt.

München - Nicht nur Englands Boulevardblatt "Sun" zürnte nach dem 0:0 gegen Montenegro:

"England hätte Hackfleisch aus Montenegro machen sollen. Doch am Ende sah 6-Millionen-Pfund-Großverdiener Fabio Capello wie ein Dummkopf aus."

Der Dämpfer für die "Three Lions" schmerzte das Fußball-Mutterland.

(DATENCENTER: Die Gruppe G)

Nach zuvor zwei Siegen kamen die Engländer nicht über ein torloses Remis gegen Montenegro hinaus und - noch schlimmer - sie erinnerten dabei an ihre schwache WM-Leistung.

Ferdinand sieht sich um Elfer betrogen

Schwach war auch die Ausrede von Kapitän Rio Ferdinand, der Schiedsrichter Manuel Gräfe (Berlin) die Schuld am verpassten Sieg gab:

"Wir hatten einen überforderten Referee. Er hätte zwei Elfmeter für uns pfeifen müssen."

Und Capello stöhnte nach dem Remis: "Wir haben gegen eine Mannschaft gespielt, die sehr schwierig zu schlagen ist. Ich weiß nicht, was passiert ist."

Ausschreitungen in Italien

Die Ausschreitungen serbischer Hooligans in Italien überschatteten derweil große Teile des vierten Qualifikationsspieltags.

Am Ende des Trauerspiels in Genua standen eine abgebrochene Partie, 16 Verletzte, 17 Festnahmen und ein Land im Schockzustand

"Die Drahtzieher sitzen in Belgrad. Das ist auch ein Angriff auf unseren Staat", erklärte der serbische Verbandspräsident Tomislav Karadzic.

Hitzfeld: "Wir brauchen Frei noch"

Ottmar Hitzfeld konnte derweil über den ersten Sieg der Schweizer nur bedingt freuen.

Die Pfiffe der eigenen Fans gegen Kapitän Alexander Frei beschäftigten den deutschen Coach mehr als das 4:1 gegen Wales.

"Ich bin sehr bedrückt", sagte Hitzfeld: "Die Gefahr eines Rücktritts besteht. Ich hoffe aber, dass Alex keinen unüberlegten Fehler macht. Wir brauchen ihn noch."

Frei deutete nach seiner Auswechslung mit einer Geste seinen Rücktritt an. Nach der Partie wollte der Angreifer ?"zu dem Ganzen nichts sagen".

Spanien siegt im Endspurt

Taten statt Worte ließen Weltmeister Spanien und Vize Niederlande sprechen.

Die Spanier ließen sich in Schottland auch durch den Ausgleich nach einer 2:0-Führung nicht aus der Ruhe bringen und gewannen durch einen Treffer des eingewechselten Fernando Llorente mit 3:2.

Bei den Niederländern glänzte Torjäger Klaas-Jan Huntelar vom deutschen Vizemeister Schalke 04 mit zwei Treffern beim 4:1 gegen Schweden.

Immer besser in Fahrt kommen die Portugiesen unter dem neuen Trainer Paulo Bento. Vier Tage nach dem ersten Erfolg gegen Dänemark schafften die Iberer ein 3:1 in Island.

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