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Marko Arnautovic erzielte im Hinspiel gegen Belgien einen Treffer © getty

Österreichs Stürmer geht die Partie gegen Belgien mit flotten Sprüchen an. Auf Spanien und Italien warten harten schwere Aufgaben.

Von Barnabas Szoecs und Mathias Frohnapfel

München - Bitte nicht wieder ein Krimi, aber ein bisserl Kribbeln darf es aus österreichischer Sicht schon sein, wenn das Nationalteam die Roten Teufel aus Belgien empfängt (ab 20.15 Uhr im LIVE-TICKER).

Austria ist heiß auf die Partie, schließlich endete das Hinspiel in Brüssel nach zig Wendungen 4:4.

"Belgien ist eine Topmannschaft, die in Reichweite ist", sagt Teamchef Dietmar Constantini.

Den eigenen Stellenwert unter Beweis zu stellen, ist natürlich auch das Ziel von Weltmeister Spanien und Italien in der EM-Qualifikation.

Die Iberer müssen gegen Tschechien bestehen, die "Squadra azzurra" reist nach Slowenien (DATENCENTER: EM-Qualifikation).

Für Frankreich geht es gegen Luxemburg in der EM-Qualifikation vor allem um den guten Ruf.

SPORT1 blickt auf die wichtigsten EM-Partien am Freitagabend.

Österreich - Belgien

In Deutschlands Gruppe A streiten sich neben der Türkei auch noch die Teams aus Österreich und Belgien um den zweiten Platz. (DATENCENTER: Gruppe A)

Deutschland ist mit vier Siegen aus vier Spielen bereits etwas enteilt.

Besonders für die Belgier wird es im ausverkauften Ernst-Happel-Stadion in Wien eng. Mit einer Niederlage wären die EM-Träume bereits ausgeträumt.

Und Hannovers Verteidiger Emanuel Pogatetz freut sich schon auf das Duell mit Belgiens Top-Stürmer Romelu Lukaku. "Mir sind solche Stürmer viel lieber als kleine, flinke und wendige Angreifer", sagte er dem "Kurier".

Sein österreichischer Teamkollege Marko Arnautovic tönte gar vor dem Spiel: "Ich habe in Brüssel die Schwächen der Belgier gefunden, ich werde sie diesmal wieder finden."

Werders Angreifer machte im Hinspiel einen starken Eindruck und erzielt einen Treffer. "Ich würde vorschlagen, wir bringen so eine Leistung wie in Brüssel", erklärte er.

"Dann gehe ich davon aus, dass wir gewinnen."

Die Gastgeber könnten sich zwar rein theoretisch einen Ausrutscher leisten, doch ein Sieg würde sie bis auf zwei Punkte an die Löw-Elf heranbringen.

[kaltura id="0_ywe0frlp" class="full_size" title="Klose stolz auf Jubiläum"]

Spanien - Tschechien

In der Gruppe I trifft der Titelverteidiger am Freitag (22 Uhr LIVESCORES) in Granada auf seinen ärgsten Verfolger (DATENCENTER: Gruppe I) .

Mit einem Sieg können die Spanier, die zuletzt eine 0:4-Pleite im Testspiel gegen den Nachbarn Portugal hinnehmen mussten, einen großen Schritt auf ihrem Weg zur Endrunde 2012 in Polen und der Ukraine machen.

Grund genug für Spaniens Trainer Vincente Del Bosque seine Spieler zu warnen: "Wenn wir nicht voll bei der Sache sind, können wir eine böse Überraschung erleben."

Spaniens Mittelfeldmotor Xavi wird besonders motiviert ins Spiel gehen. Barcas Regisseur feiert mit seinem 100. Einsatz für die Iberer ein Länderspiel-Jubiläum.

Für den Ausrutscher des Welt- und Europameisters gegen Portugal hat er eine Erklärung: "Uns fehlte die Motivation. Wenn wir gewinnen mussten, wenn es um Punkte ging, haben wir nicht versagt."

Bis auf den verletzten Innenverteidiger Carles Puyol kann Del Bosque auf den gesamten Kader zugreifen. Ihre Serie von zuletzt neun Pflichspielsiegen hintereinander wollen die Spanier gegen Tschechien sicherlich weiter ausbauen.

Slowenien - Italien

Für Italien geht es in Ljubljana (ab 20.15 Uhr im LIVE-TICKER) darum, seinen Vorsprung vor Verfolger Slowenien in der Gruppe C auszubauen (DATENCENTER: Gruppe C).

Nationaltrainer Cesare Prandelli schaut mit Repekt auf die vielen slowenischen Talente, die den Gegner stark machen und sagt mit Blick auf die Talentförderung in Italien: "Nichts ist unmöglich, wenn du deine Idee des Fußball planst und vorantreibst."

Dafür müsse der italienische Verband jetzt "arbeiten, arbeiten, arbeiten".

"Ich glaube fest an diese Erneuerung", betonte Prandelli. Die Slowenen setzen gegen Italien auch auf ihre Serie-A-Legionäre Samir Handanovic (Udine) sowie Bostjan Cesar und Bojan Jokic (beide Chievo).

Luxemburg - Frankreich

Bei dem Duell Spitzenreiter gegen Schlusslicht der Gruppe D steht vor allem die Rückkehr von Frankreichs WM-Rebellen Franck Ribery und Patrice Evra im Vordergrund (DATENCENTER: Gruppe D).

Trotz heftiger Kritik holte Nationalcoach Laurent Blanc die beiden ins Aufgebot zurück, die als Rädelsführer des Spielerstreiks im Zuge des französischem WM-Eklats gelten.

Zudem verspricht die Partie aus einem weiteren Grund zu einem echten Hingucker zu werden.

Die "Equipe Tricolore" tritt erstmals im neuen Auswärts-Outfit an, das nahezu komplett aus recycelten Plastikflaschen hergestellt ist.

Ungarn - Niederlande

Als die ungarische Nationalmannschaft das letzte Mal gegen die Holländer gewinnen konnte, waren die meisten Spieler der Magyaren noch nicht mal geboren. Am 17. Oktober 1984 gelang Ungarn in der WM-Qualifikation ein 2:1-Erfolg über die Niederlande (DATENCENTER: Gruppe E)

Seitdem gingen alle fünf Begegnungen an das Team von Bondscoach Bert van Marwijk.

Dennoch: die kommende Begegnung (ab 20.15 Uhr im LIVE-TICKER) im Ferenc-Puskas-Stadion zu Budapest ist das Gipfeltreffen der Gruppe E.

Nach vier Spieltagen rangiert der Vizeweltmeister ohne Punktverlust auf Platz eins. Drei Punkte dahinter lauern die Ungarn, die ihrerseits Schweden im Rücken haben, zudem mit einem Spiel weniger auf dem Konto.

In der Partie in Ungarn muss Oranje auf Kapitän Mark van Bommel verzichten. Der ehemalige Profi von Bayern München muss wegen einer Oberschenkelverletzung passen.

Auch Bayerns Flügelflitzer Arjen Robben fehlt angeschlagen.

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