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Franck Ribery absolvierte bislang 49 Spiele für die französische Nationalmannschaft © getty

Der WM-Skandal ist für Bayerns französischen Nationalspieler bereits Schnee von gestern. Sein Blick geht nun nach vorne.

Luxemburg - Franck Ribery ist zurück, aber der rote Teppich wurde für ihn nicht ausgerollt.

Nicht nur die deutsche Nationalmannschaft, sondern auch das Ass von Bayern München musste sich Pfiffe bei einem Länderspiel gefallen lassen.

"Man muss mit den Pfiffen umgehen können", sagte der Offensivspieler nach seinem Comeback-Spiel beim 2:0-Erfolg mit der Equipe Tricolore am Freitag im EM-Qualifikationsduell in Luxemburg (DATENCENTER: Gruppe D).

Ribery bereitete den zweiten Treffer durch Yoann Gourcuff (72.) vor, blieb aber insgesamt blass.

Stolz und selbstkritisch

"Ich bin wirklich stolz, wieder in der französischen Mannschaft zurück zu sein", sagte der Bayern-Profi.

"Es war kein leichtes Spiel und bestimmt nicht eines meiner besten Spiele, aber entscheidend war der Sieg."

Ebenso wie Ex-Kapitän Patrice Evra feierte Ribery neun Monate nach den Skandalen bei der WM in Südafrika und der zwischenzeitlichen Suspendierung seine Rückkehr.

Beide spielten 90 Minuten durch.

Am Dienstag gegen Kroatien kann Ribery seinen 50. Einsatz für Frankreich bestreiten (DATENCENTER: EM-Qualifikation).

Evra kontert pfeifenden Fans

"Es wird etwas ganz Besonderes, aber auch dort sind Pfiffe nicht ausgeschlossen", sagte der Münchner vor dem Duell im Stade de France von St. Denis.

Evra sah es ähnlich: "Es gibt bestimmt Buhrufe. Aber diejenigen, die pfeifen, sind die ersten, die nach dem Spiel mein Trikot haben wollen."

[kaltura id="0_e34lsbdz" class="full_size" title=" Haben uns nach der Pause schwer getan "]

Reumütiger Ribery

Mit dem Erfolg bleibt die "Equipe Tricolore" unter dem neuen Nationaltrainer Laurent Blanc weiter auf dem Erfolgsweg.

Das Führungstor gegen die Luxemburger hatte Philippe Mexes (28.) von AS Rom erzielt.

Ribery hat nach seiner Begnadigung durch Blanc seine Lektion anscheinend gelernt. Der Mittelfeldspieler zeigte sich schon vor seiner Rückkehr reumütig.

"Auch wenn mein Verhalten einen gegenteiligen Eindruck hervorgerufen haben mag, ist mir die Nationalmannschaft immer sehr am Herzen gelegen", sagte er und ergänzte:

"Ich möchte wieder meinen Teil dazu beitragen, dass wir einen guten Teamgeist aufbauen"Ich habe einige Leute enttäuscht und schockiert und möchte mich dafür entschuldigen."

Der Blick geht nach vorne

Doch ab sofort will der Bayern-Profi nicht mehr auf den WM-Skandal zurückblicken, für den er verbandsintern für drei Spiele gesperrt wurde.

"Rebell" Ribery galt neben Evra als Rädelsführer eines Trainingsboykotts.

Sogar die Politik schaltete sich in den Fall ein, der Frankreichs Ansehen in der Welt beschmutzt haben soll.

Sportministerin Chantal Jouanno hatte sich deshalb entschieden gegen ein Comeback von Ribery ausgesprochen.

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