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Arda Turan brachte die Türkei im Spiel gegen Österreich mit 1:0 in Führung © getty

Die Türkei besiegt Österreich und ist in der EM-Quali wieder auf Kurs. Coach Hiddink darf aufatmen, Constantini steht vor dem Aus.

München - Die Türkei hat den Krisengipfel in der EM-Qualifikation gegen Österreich mit 2: 0 (1:0) gewonnen und in der "deutschen" Gruppe A die Chance auf das Ticket für die EM-Endrunde 2012 in Polen und der Ukraine gewahrt.

Welt- und Europameister Spanien behauptete durch ein 3:1 (1:0) in Litauen ebenso seine weiße Weste wie Vize-Weltmeister Niederlande beim turbulenten 5:3 (1:0) gegen Ungarn. (DATENCENTER: EM-Qualifikation)

Star-Trainer Guus Hiddink feierte mit den Türken im Sücrü-Sarakoglu-Stadion von Istanbul einen Befreiungsschlag.

Nach vier Niederlagen in Folge brachte Arda Turan (28.) die Gastgeber in Führung und beendete die Flaute von 399 Minuten ohne Tor. Gökhan Gönül (78.) traf zum 2:0-Endstand.

Constantini vor dem Aus

Hiddink, der in der Startelf die Bundesliga-Profis Nuri Sahin von Tabellenführer Borussia Dortmund, Hamit Altintop vom deutschen Rekordmeister Bayern München und Mehmet Ekici vom 1. FC Nürnberg aufgeboten hatte, sitzt durch den Erfolg wieder etwas fester im Sattel.

Dagegen muss Österreichs Teamchef Dietmar Constantini nach der zweiten Niederlage innerhalb von drei Tagen seine Entlassung befürchten.

Ob der 55-Jährige im Nachbarschaftsduell gegen Deutschland am 3. Juni noch auf der Bank sitzt, ist äußerst fraglich.

Die mit acht Deutschland-"Legionären" angetretenen Österreicher boten wie beim 0:2 gegen Belgien eine schwache Leistung und rutschten auf Platz vier.

"Man muss realistisch bleiben"

Neuer Gruppenzweiter vor der Türkei und Österreich ist Belgien, das mit 4:1 (2:1) gegen Aserbaidschan gewann.

Die Qualifikation für die EM rückt für das Constantini-Team damit in weite Ferne.

"Aufgeben darf man nie, aber die Chancen sind schon sehr gering. Man muss realistisch bleiben", sagte 96-Abwehrchef Emanuel Pogatetz bei "Laola1.tv".

Torfestival in Amsterdam

In Amsterdam erlebten die Zuschauer eine völlig verrückte zweite Halbzeit. Mit einem Doppelpack innerhalb von drei Minuten (78. und 81.) sorgte Dirk Kuyt schließlich für die Entscheidung zugunsten der Elftal.

Zuvor hatten Robin van Persie (13.), Wesley Sneijder (60.) und der eingewechselte Hamburger Ruud van Nistelrooy (72.) für Oranje getroffen.

Die Ungarn, die das Hinspiel am vergangenen Samstag 0:4 verloren hatten, gingen trotz der Treffer von Gergely Rudolf (46.) und Zoltan Gera (50. und 74.) leer aus.

Im zweiten Spiel der Gruppe E gewann Schweden 2:1 (1:0) gegen Moldawien und liegt aufgrund der besseren Tordifferenz nun vor Ungarn auf Rang zwei.

Spanien im Glück

Titelverteidiger Spanien hatte in Litauen Glück.

Ein Eigentor von Tadas Kijanskas (70.) brachte die Iberer zurück auf die Siegerstraße. Mata (84.) sorgte für die Entscheidung.

Nach der Führung durch Xavi (19.) hatte Marius Stankevicius (57.) zwischenzeitlich für die Gastgeber ausgeglichen.

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